Ombudsman plant Reise nach Frankreich wegen Verfahren gegen Legarda und Co
EditSenatorin Loren Legarda und der ehemalige Abgeordnete der Ako Bicol-Partei, Zaldy Co, halten sich derzeit in Frankreich auf, während gegen sie in den Philippinen Verfahren laufen.
Gegen Zaldy Co liegen zwei Verfahren wegen Veruntreuung vor, die derzeit vom Sandiganbayan, dem Sondergericht für Korruptionsfälle, bearbeitet werden. Ihm wird vorgeworfen, Gelder für ein angeblich nicht existierendes Hochwasserschutzprojekt in Bulacan im Wert von 77 Millionen Pesos sowie für ein Deichprojekt in Oriental Mindoro im Wert von 289,4 Millionen Pesos veruntreut zu haben. Letzteres wies laut Staatsanwaltschaft zudem strukturelle Mängel auf.
Senatorin Loren Legarda sieht sich einer Plünderungsklage vor dem Ombudsmann gegenüber. Ihr und ihrem Sohn, dem Abgeordneten Leandro Leviste aus Batangas, wird vorgeworfen, durch legislative und regulatorische Maßnahmen gemeinsam versucht zu haben, exklusive Regierungsrechte an den Solarressourcen des Landes zu sichern. Dies habe zu unbezahlten finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Staat in Höhe von mehr als 10,44 Milliarden Pesos geführt. Legarda befindet sich derzeit im medizinischen Urlaub, den sie bereits mehrfach bis zum 16. September verlängert hat.
Der philippinische Ombudsmann Jesus Crispin Remulla plant in den kommenden Tagen eine Reise nach Frankreich, um mit den dortigen Behörden abzustimmen. Remulla erklärte auf einer Pressekonferenz in philippinischer Sprache, dass Frankreich kein sicherer Zufluchtsort für Personen sein dürfe, die mit Plünderung oder illegal erworbenem Vermögen in Verbindung stehen. Er äußerte die Besorgnis, dass das Land zunehmend als Versteck genutzt werde, und betonte, man wolle den Handlungsspielraum für solche Personen einschränken.
Sowohl Co als auch Legarda und Leviste weisen die Vorwürfe konsequent zurück. Remulla gab an, keine Informationen darüber zu haben, ob die Beteiligten bereits Asyl in Frankreich beantragt haben, äußerte jedoch die Vermutung, dass dies möglich sei. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die französische Bevölkerung solche Personen ablehnen würde, wenn das Land als Rückzugsort für illegale Vermögenswerte bekannt würde.





