Ombudsman hält trotz Zeugenaussagen-Rücknahmen an Ermittlungen gegen Romualdez fest
EditDas Büro des Ombudsmanns hat am Donnerstag, den 20. August 2026, auf die angeblichen Rücknahmen von Zeugenaussagen reagiert, die gegen den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, vorliegen. Betroffen ist insbesondere die Aussage des pensionierten Sergeanten Orly Guteza, der zuvor behauptet hatte, Millionenbeträge in Form von Bargeld in Koffern an Romualdez übergeben zu haben.
Trotz der jüngsten Entwicklungen betonte die Behörde, dass weitere 28 Zeugen bereitstehen, gegen Romualdez auszusagen. Diese Personen befinden sich bereits in Gesprächen mit dem Untersuchungsausschuss. Der Ombudsmann stellte klar, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden für Personen, die im Dienst stehen oder im Rahmen rechtlicher Prozesse einbezogen werden, eine gesetzliche Pflicht und keine freiwillige Entscheidung sei. Wer die Verfahren des Ombudsmanns behindere oder störe, müsse mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen.
Die Ermittlungen betreffen einen sogenannten „Grand Case“ gegen Romualdez. Ihm werden Verschwörung zur Betrugnahme an der Staatskasse sowie Geldwäsche im Zusammenhang mit einem mutmaßlich illegalen System bei der Zuweisung von Milliardenbeträgen für Hochwasserschutzmittel vorgeworfen. Zuvor hatten bereits vier von 18 mutmaßlichen ehemaligen Leibwächtern des Ex-Abgeordneten Zaldy Co (Ako Bicol Party-list) ihre Aussagen zurückgezogen, was die Ermittlungen erschweren sollte.
Romualdez hat bereits eine Gegendarstellung beim Ombudsmann eingereicht, in der auch die Rücknahmen der vier ehemaligen Leibwächter angeführt werden. Obwohl dem Ombudsmann die Kopien dieser Rücknahmen noch nicht offiziell vorliegen, prüft die Behörde, die vier Ex-Leibwächter in die Plünderungsklage gegen Romualdez einzubeziehen. Die Behörde erklärte zudem, die Ermittlungen nicht abzubrechen, bis die Wahrheit vollständig aufgedeckt sei.




