Menschenhandel an philippinischen Flughäfen gestoppt: 14 Opfer gerettet
EditDie philippinische Einwanderungsbehörde Bureau of Immigration (BI) hat bei NAIA und Clark (CRK) insgesamt 14 mutmaßliche Opfer von Menschenhandel gerettet. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden zudem zwei Personen, ein Mann und eine Frau, festgenommen, die als Rekrutierer gelten.
Die Rettungsaktionen fanden an unterschiedlichen Terminen statt. Am 8. August wurden acht Personen am Terminal 3 des NAIA abgefangen. Diese Gruppe, bestehend aus sechs Männern und zwei Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, sollte ursprünglich mit einem Flug der Fluggesellschaft Cebu Pacific nach Singapur reisen. Zunächst gaben die Betroffenen an, sich auf einer Geschäftsreise zu befinden. Später räumten sie jedoch ein, dass ihr eigentliches Ziel Russland sei. Dort seien ihnen hohe Gehälter sowie die russische Staatsbürgerschaft in Aussicht gestellt worden. Ein männlicher und ein weiblicher Vermittler, die behaupteten, die Reise diene rein geschäftlichen Zwecken, reisten auf demselben Flug mit den Opfern mit.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Clark International Airport (CRK) Terminal 2. Dort wurden sechs Männer im Alter zwischen 40 und 50 Jahren abgefangen, die mit einem Cebu Pacific Flug nach Hongkong aufbrechen wollten. Auch sie gaben zunächst vor, gemeinsam mit ehemaligen Militärkollegen in den Urlaub zu fahren. Aufgrund widersprüchlicher Aussagen zu den Reisedetails kam es jedoch zu weiteren Befragungen. Die Männer gestanden schließlich, dass sie für eine Arbeit in Russland angeworben worden waren, wo ihnen ein monatliches Gehalt von 3.000 US-Dollar versprochen worden war.
Alle 14 geretteten Personen sowie die zwei festgenommenen mutmaßlichen Vermittler wurden dem Inter-Agency Council Against Trafficking (IACAT) zur weiteren Untersuchung und zur Einleitung rechtlicher Schritte übergeben. Commissioner Joel Anthony Viado von der BI warnte in diesem Zusammenhang vor solchen Rekrutierungsmethoden. Er betonte, dass Versprechen über hohe Gehälter oder die Vergabe einer Staatsbürgerschaft oft dazu führen, dass die Opfer in verzweifelte Situationen geraten.




