Tödlicher Schulanschlag in Zamboanga: Täter übertrug Gewalt per Live-Stream
EditAm Dienstagmorgen brachte ein Schüler Waffen auf das Gelände der privaten Ateneo de Zamboanga University in Zamboanga City auf den Philippinen. In einem Klassenzimmer eröffnete er das Feuer und tötete dabei einen Mitschüler. Laut Bürgermeister Khymer Adan Olaso schoss der Täter zudem auf eine Lehrkraft sowie einen Schüler der zehnten Klasse, bevor er sich schließlich selbst das Leben nahm.
Der Vorfall ist besonders erschütternd, weil der Schüler Teile des Angriffs mithilfe einer am Körper getragenen Kamera live im Internet übertrug. Ermittler untersuchen derzeit den genauen Ablauf sowie das Motiv des Täters und prüfen, ob der Angriff durch den Konsum digitaler Medien beeinflusst wurde. Analysten sehen in dem Fall ein Risiko für sogenannte „memetische Gewalt“, bei der vergangene Gräueltaten und die Inszenierung von Gewalt im Netz zur Nachahmung anregen.
Im Zusammenhang mit den Untersuchungen wurde der Vater des Schützen von seinen Aufgaben als Beamter der Zollpolizei entbunden. Es gibt Berichte, wonach die beim Anschlag verwendeten Schusswaffen ihm gehörten. Der Vorfall hat auf den Philippinen für Besorgnis gesorgt.




