Sport: Bulacan

MPBL schließt Bacolod MassKara nach Vorwürfen der Spielmanipulation aus

Ein Spiel am 28. Juli zwischen den Bulacan Kuyas und den Bacolod MassKara hatte für Aufsehen gesorgt: In den letzten 7 Minuten und 48 Sekunden der Partie erzielte Bacolod keinen einzigen Field Goal mehr, was zu einer deutlichen Niederlage von 36 Punkten führte. Bulacan gewann das Spiel mit 100:64. Solche Ergebnisse hatten in der Saison bereits zuvor für Diskussionen gesorgt, da Bacolod unter anderem mit 129:45 gegen Abra Solid North und mit 113:61 gegen Quezon verlor.

Basketball Player Jumping to Score During Night GameGeorgeRudy
Symbolbild: Envato

Die MPBL hat daraufhin drastische Konsequenzen gezogen: Die Teilnahme des Teams Bacolod MassKara wurde für den Rest der Saison 2026 abgesagt und mehrere Spieler sowie Trainer lebenslang von der MPBL ausgeschlossen. Diese Sanktionen erfolgten durch die Vergabe sogenannter „Red Cards“ im Rahmen laufender Untersuchungen.

Das GAB, die staatliche Regulierungsbehörde für professionellen Sport, hat ebenfalls eine formelle Untersuchung eingeleitet. Die Behörde betonte dabei die Einhaltung des rechtlichen Gehörs für alle Beteiligten und erklärte, dass sie betroffene Personen zur Stellungnahme auffordern werde, falls ein Verhalten vorliegt, das als ungebührlich für professionelle Basketballspieler eingestuft werden kann.

Die MPBL bezeichnete die Maßnahmen als administrativ und präventiv, während die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden fortgesetzt werden. Das System der „Red Cards“ wurde von dem Gründer und Vorsitzenden der Liga, Manny Pacquiao, eingeführt, um Manipulationen im Sport entgegenzuwirken. Die Liga unterstrich ihre Entschlossenheit, die Integrität und Glaubwürdigkeit des philippinischen Basketballs zu schützen.

Auch die lokale Politik in Bacolod reagierte auf den Vorfall. Bürgermeister Greg Gasataya forderte eine Untersuchung der Vorwürfe der Spielmanipulation und kritisierte in einem Schreiben an den MPBL-CEO Joe Ramos, dass die Leistung des Teams nicht den Werten der Stadt entspreche. Er verwies darauf, dass der Name „MassKara“ das Markenzeichen des ikonischen Festivals der Stadt sei, welches die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung repräsentiere.