Politik

Marcos unterzeichnet Gesetz zur Unterstützung abgelegener Schulen

In den Philippinen gibt es etwa 9.000 sogenannte „Last Mile“-Schulen, die rund 1,6 Millionen Schüler versorgen. Die Hälfte davon befindet sich in der Bangsamoro-Autonomen Region in Muslim Mindanao. Diese Schulen sind oft in entlegenen, schwer erreichbaren oder wirtschaftlich schwachen Gemeinschaften angesiedelt, wo der Zugang zu sicherer und qualitativ hochwertiger Grundbildung durch mangelnde Infrastruktur, fehlende Ressourcen oder Personalengpässe stark eingeschränkt ist.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Um die Bildungsgerechtigkeit in diesen Gebieten zu verbessern, hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. das Gesetz „Last Mile and GIDA Schools Act“ (Republic Act Nr. 12321) unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgte am Mittwoch, den 22. Juli, und wurde am Freitag, den 24. Juli, öffentlich bekannt gegeben.

Ein zentraler Aspekt des Gesetzes ist die Sicherstellung der Erreichbarkeit. Schüler sollen grundsätzlich Zugang zu einer öffentlichen Schule haben, die innerhalb einer Fußläufigkeit von drei Kilometern von ihrem Wohnort liegt. Sollte dies aufgrund der Geografie oder Sicherheitsrisiken nicht möglich sein, DepEd und die lokalen Regierungen alternative Lernformen oder Transportmöglichkeiten bereitstellen.

Das Bildungsministerium ist zudem beauftragt, innerhalb eines Jahres ein nationales Kartierungssystem für diese Schulen zu entwickeln, um die Ressourcenplanung zu verbessern. Zudem sollen Standards für den Bau und die Standortwahl solcher Schulen festgelegt werden. Um die Bildungschancen zu erhöhen, soll das DepEd mit anderen Behörden und lokalen Akteuren zusammenarbeiten, um die Versorgung mit Straßen, Strom, Internet und Transportmitteln zu verbessern.

Auch das Personal soll gezielt unterstützt werden. Lehrkräfte und Angestellte an diesen Standorten sollen ein Unterstützungspaket erhalten, das zusätzliche Vergütungen, Zulagen, Unterstützung bei der Unterkunft sowie Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung umfasst. Laut der zweiten Kongresskommission für Bildung (EDCOM 2) sind die Leistungsdefizite in diesen strukturell benachteiligten Gebieten im Vergleich zum Landesdurchschnitt erheblich, was durch die schwierigen Bedingungen vor Ort, wie etwa den häufigen Einsatz von Mehrklassenunterricht, noch verstärkt wird.

Quellen

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