Malampaya-Gas soll Stromkosten in den Philippinen senken
EditDurch eine neue Vereinbarung zur Nutzung von heimischem Erdgas aus dem Malampaya-Feld sollen die Stromkosten auf den Philippinen gesenkt werden. Ziel ist es, das 1.200-Megawatt-Kraftwerk Ilijan in Batangas mit lokalem Erdgas zu versorgen. Die Lieferung des Malampaya-Gases an das Kraftwerk ist für den Zeitraum vom 1. September 2026 bis zum 25. Februar 2027 geplant.
Durch den Einsatz des heimischen Brennstoffs soll der teurere Import von Erdgas ersetzt werden. Donnabel Kuizon Cruz, Präsidentin und CEO von Prime Energy, erklärte, dass dies die Stromkosten für die Verbraucher senken und gleichzeitig die Energieversorgung sicherer machen könne. Zudem ermögliche die Vereinbarung dem Konsortium des Servicevertrags Nr. 38 sowie der South Premiere Power Corp. (SPPC), die bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen und die Brennstoffkosten zu reduzieren.
Die Auswirkungen der niedrigeren Brennstoffkosten zeigen sich bereits bei den Stromtarifen: Meralco kündigte eine Senkung der Erzeugungsgebühr um etwa 0,36 PHP pro Kilowattstunde an, die zum 1. September in Kraft treten soll. Dies wird direkt auf die geringeren Kosten durch die Nutzung von Malampaya-Gas zurückgeführt.
Das Malampaya-Projekt ist ein zentraler Pfeiler der philippinischen Energieversorgung und lieferte in den letzten zwei Jahrzehnten rund 20 % des Stroms für Luzon. Das Unternehmen Prime Energy hat mit der SPPC ein vorläufiges Lieferabkommen unterzeichnet. Bisher hat das Projekt über 14 Milliarden US-Dollar an Staatseinnahmen generiert, wobei etwa 40 % bis 60 % der Nettoerträge dem philippinischen Staat zugutekommen. Betrieben wird das Projekt von Prime Energy gemeinsam mit den Partnern UC38 LLC, der PNOC Exploration Corporation und Prime Oil and Gas, Inc. im Rahmen des Servicevertrags Nr. 38 mit dem Energieministerium.




