Leandro Leviste verkauft weitere SPNEC-Anteile im Wert von 3 Milliarden Pesos
EditDer Abgeordnete für Batangas, Leandro Leviste, SPNEC im Wert von 3 Milliarden Pesos veräußert. Durch diesen Verkauf hat Leviste seinen Anteil an dem von ihm gegründeten Solarunternehmen auf 11,51 Prozent reduziert. Laut einer behördlichen Meldung veräußerte seine Holdinggesellschaft, die Solar Philippines Power Project Holdings Incorporated (SPPPHI), am 20. August insgesamt 2,4 Milliarden SPNEC-Aktien zu einem Preis von 1,25 Pesos pro Stück.
Die Transaktion verringerte den Anteil der SPPPHI von zuvor 16,30 Prozent auf die aktuellen 11,51 Prozent, was etwa 5,76 Milliarden Aktien entspricht. Bereits Wochen zuvor hatte der Meralco-Vorsitzende Manuel Pangilinan in einem Interview angedeutet, dass Leviste einen weiteren Ausstieg aus SPNEC plane. Pangilinan erklärte, der junge Abgeordnete stehe in Gesprächen mit potenziellen Käufern über den Verkauf eines Teils oder sogar aller seiner verbleibenden Anteile, betonte jedoch, dass die Meralco-Gruppe nicht an diesen Verhandlungen beteiligt sei. In dem am 27. August unterzeichneten Dokument wurde der Käufer der Anteile nicht genannt.
SPNEC wird derzeit von MGEN Renewable Energy, einer Tochtergesellschaft von Meralco, kontrolliert. Das Flaggschiffprojekt des Unternehmens ist das MTerra Solar-Projekt. Neben Meralco PowerGen hält auch die mit Pangilinan verbundene Metro Pacific Investments Corporation einen Anteil von 3,2 Prozent an SPNEC. Meralco übernahm die Kontrolle über das Unternehmen nach einer Reihe von Transaktionen, bei denen Leviste bereits in der Vergangenheit Anteile in Milliardenhöhe verkauft hatte.
Der Anteilsverkauf erfolgt vor dem Hintergrund massiver rechtlicher und politischer Untersuchungen. Das Energieministerium (Department of Energy) strebt Strafzahlungen in Höhe von rund 24 Milliarden Pesos gegen Solar Philippines an. Grund dafür ist die Kündigung zahlreicher Verträge für erneuerbare Energien, die eine Kapazität von über 11.400 Megawatt umfassen, da Projektverpflichtungen nicht eingehalten wurden. MGEN wies darauf hin, dass SPNEC ein rechtlich eigenständiges Unternehmen sei und nicht für diese Strafzahlungen haftbar gemacht werden könne.
Zusätzlich sieht sich Leviste schwerwiegenden Vorwürfen der Plünderung und Korruption gegenüber, die vom Büro des Ombudsmanns untersucht werden. In diesem Zusammenhang stehen neben Leviste auch seine Mutter, die Senatorin Loren Legarda, sowie der ehemalige Energieminister Alfonso Cusi. Es geht um Vorwürfe im Zusammenhang mit Solarprojekten im Wert von etwa 10 Milliarden Pesos. Der Ombudsmann Jesus Crispin Remulla warf den Beteiligten vor, legislative und regulatorische Maßnahmen genutzt zu haben, um sich staatliche Rechte für Solarprojekte zu sichern, die später nicht entwickelt wurden.
Auch Legarda steht unter Beobachtung, da geprüft wird, ob sie ihre Position als damalige Vorsitzende des Finanzausschusses des Senats genutzt hat, um ihrem Sohn den Erhalt seines Kongressmandats zu erleichtern. Legarda wies die Anschuldigungen als völlig haltlos zurück. Leviste verteidigte sich mit dem Hinweis, dass die Firma Solar Para sa Bayan, der die Kongresslizenz erteilt wurde, rechtlich von SPNEC getrennt sei und bereits vor Jahren den Betrieb eingestellt habe. Beide haben das Land am 2. August verlassen, woraufhin der Ombudsmann die Reisevollmacht von Leviste sowie die wiederholt verlängerten medizinischen Auszeiten von Legarda hinterfragte.




