Kultur: Landesweit

Besucher des Philippine Eagle Center treffen den auf dem 1.000-Peso-Schein abgebildeten Adler Viggo

Besucher des PEC erhielten am 30. und 31. August die seltene Gelegenheit, den Philippinenadler Viggo aus nächster Nähe zu erleben. Viggo ist ein besonderes Exemplar, da er auf der 1.000-Peso-Polymerbanknote abgebildet ist.

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Symbolbild: Envato

Die zweitägige Veranstaltung war Teil einer Initiative der PEF, das Zentrum zu einem führenden Zentrum für Ökotourismus und Bildung weiterzuentwickeln. Laut Irick Francisco, Kommunikationsbeauftragter der PEF und interimistischer Leiter des Programms für Naturschutzbildung und -entwicklung, soll das Erlebnis für die Gäste über herkömmliche geführte Touren hinausgehen. Ziel ist es, eine engere Beziehung zwischen Mensch und Wildtier aufzubauen.

Im Rahmen spezieller „Keeper's Talk“-Sitzungen um 10:00 Uhr und 14:00 Uhr konnten die Teilnehmer tiefere Einblicke in die Biologie der Adler gewinnen. Die Gespräche behandelten Themen wie die künstliche Besamung und die entscheidende Rolle der Erhaltungszucht bei der Rettung der vom Aussterben bedrohten Art. Viggo, der normalerweise in einem speziellen Gehege mit Nestmaterialien für die Brutzeit lebt, unterbrach für die Veranstaltung kurzzeitig seine Brutroutine.

Dominic Tadena, der erfahrene Tierpfleger und Stellvertreter-Partner des Adlers, bestätigte den guten Gesundheitszustand des Tieres. Viggo wird mit einer speziellen Diät aus Kaninchen-, Meerschweinchen-, weißem Ratten- und Ziegenfleisch versorgt. Tadena merkte an, dass das öffentliche Interesse besonders groß sei, wenn es um die Fortpflanzungsmechanismen geht.

Ein zentraler Aspekt der Arbeit der PEF ist die kooperative künstliche Besamung (Cooperative Artificial Insemination, CAI). Diese Technik wird vor allem bei Vögeln angewandt, die durch den Kontakt mit Menschen geprägt sind, wie es bei Viggo der Fall ist. Dabei baut der Pfleger Vertrauen zum männlichen Adler auf, um lebensfähiges Sperma zu gewinnen, das anschließend einer weiblichen, ebenfalls durch Menschen geprägten Adlerin übertragen wird, um fruchtbare Eier zu erzeugen. Die PEF nutzt dieses Verfahren bereits seit Jahrzehnten erfolgreich neben der natürlichen Paarung, was unter anderem zur Geburt des Adlers Mabuhay im Jahr 2013 beitrug.

Irick Francisco betonte zudem, dass die Aufklärung über die Haltung in Gefangenschaft wichtig sei, um das Verständnis der Öffentlichkeit zu fördern. Das PEC möchte zudem Vorurteile gegenüber Tieren wie Schlangen oder Krokodilen abbauen. Derzeit verzeichnet das Zentrum monatlich zwischen 5.000 und 8.000 Besucher, wobei die Stiftung anstrebt, die Besucherzahlen vor der Pandemie wieder zu erreichen.