Politik: Landesweit

Kritik an Umsetzung der Versprechen aus Marcos' jüngster Rede

Während des TULUBAGON 2026 Forums an der Ateneo de Davao University am 27. Juli analysierten Redner die fünfte SONA des Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. unter verschiedenen Gesichtspunkten wie Außenpolitik, Regierungsführung, Wirtschaftsentwicklung und politischen Reformen. Zivilgesellschaftliche Gruppen und studentische Führungspersönlichkeiten fordern bei der Umsetzung der im State of the Nation Address gemachten Zusagen greifbare Verbesserungen für die Bevölkerung.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Krizia Dale Pamat, Präsidentin der Ateneo International Studies Students Organization (AISSO), betonte, dass die bloße Ankündigung von Entwicklungen und Innovationen nicht ausreiche. Es müsse sichergestellt werden, dass diese auch in der Praxis ankommen. Pamat erkannte zwar die Bemühungen des Präsidenten an, die Rechte von OFWs zu schützen und die diplomatischen Beziehungen zu Ländern wie Japan, Südkorea, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten auszubauen, mahnte jedoch mehr Transparenz bei den Diskussionen im Westphilippinischen Meer an.

Insbesondere der Schutz der Fischer vor Ort sowie Details zu großen Investitionsprojekten, wie etwa Pax Silica oder einer Partnerschaft mit Südkorea im Bereich der Luft- und Raumfahrt, müssten klarer kommuniziert werden. Auch die Korruptionsbekämpfung stand in der Kritik. Der ehemalige Chefredakteur von Atenews, Elliot Dimasuhid, hinterfragte die Übereinstimmung zwischen der Rhetorik des Präsidenten und dem tatsächlichen Handeln der Regierung.

Marcos hatte in seiner Rede Untersuchungen zu fehlerhaften Hochwasserschutzprojekten angekündigt. Dimasuhid wies jedoch darauf hin, dass der Präsident Applaus von Gesetzgebern erhielt, die möglicherweise selbst von diesen korruptionsanfälligen Projekten profitierten. Er forderte eine Rechenschaftspflicht darüber, wie hunderte Milliarden Pesos für Projekte ausgegeben wurden, die die Auswirkungen von Überschwemmungen nicht abmildern konnten. Zudem wurde kritisiert, dass Marcos in zwei aufeinanderfolgenden SONA-Reden nicht auf das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte einging.

Im Bildungsbereich wies Dimasuhid auf tiefgreifende strukturelle Probleme hin: Trotz eines hohen Budgets mangelt es an Klassenzimmern, Ausstattung und Lehrpersonal, während Lehrer überlastet seien. Abschließend kritisierte er den staatlichen Fokus auf Bestrafung statt auf Rehabilitation und Prävention, insbesondere im Kontext der Debatte um die Herabsetzung des Strafvollzugsalters für Minderjährige.