Kritik an Sara Duterte wegen provokanter Aussagen über Auftragsmorde
EditAuf den Philippinen könnten Auftragsmorde für einen geringen Betrag von etwa 5.000 Pesos verübt werden, behauptete die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte in einer öffentlichen Rede. Diese Darstellung, die das Land als gesetzloses Gebiet erscheinen lässt, wird als haltlose Sensationslust und Verzerrung der Realität gewertet.
Durch diese Rhetorik beschädigt die Vizepräsidentin das Bild des Landes, insbesondere da ihre Aussagen auch vor internationalem Publikum, unter anderem niederländischen Staatsbürgern, getätigt wurden. Kritiker werfen ihr vor, durch solche Behauptungen lediglich zur Schockwirkung beizutragen oder sogar eine bewusste Desinformation zu verbreiten, die das Vertrauen in die staatliche Sicherheit untergräbt.
Die Äußerungen könnten zudem rechtliche Implikationen für die Familie Duterte haben, da sie das Narrativ der Sicherheit und Ordnung während der Amtszeit ihres Vaters, des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, infrage stellen. Es wird spekuliert, ob diese Argumentation Teil der Verteidigungsstrategie für Rodrigo Duterte sein soll, der ICC zur Verantwortung gezogen werden könnte.
Sara Dutertes provokante Äußerungen sorgten bereits in der Vergangenheit für Unruhe, als sie sich unter anderem gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta Marcos sowie den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, richtete. Diese Muster aus Provokation und der Inanspruchnahme von Gewaltthemen werden nun als Belastung in einem laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen sie gewertet.



