Kritik an imperialistischen Machtzyklen und politischer Verrat
Ehemals unterdrückte Gruppen neigen dazu, die gleichen rassistischen und arroganten Verhaltensweisen ihrer einstigen Unterdrücker zu reproduzieren, nachdem sie selbst Macht gewonnen haben. Dieser zyklische Prozess von Imperialismus und Unterdrückung ist Gegenstand einer kritischen Auseinandersetzung von Jose Mario D. de Vega, Dozent am College of Teacher Development der Philippine Normal University.
Historische Parallelen zu verschiedenen globalen Konflikten und Machtverhältnissen zeigen, dass Nationen, die selbst Erfahrungen mit Kolonialismus und Entmenschlichung gemacht haben, heute in Südostasien teils ein aggressives und rassistisches Auftreten gegenüber schwächeren Nachbarn zeigen. De Vega stellt die Frage, ob die gegenwärtige Stärke einer Nation die historische Demütigung und die Erfahrung der eigenen Unterdrückung auslöschen könne.
Die Dynamik der Unterdrückung wird auch im Nahostkonflikt deutlich. Die Behandlung der Palästinenser durch israelische Siedler und die damit verbundene Entmenschlichung weisen Parallelen zu den Verbrechen der Nationalsozialisten während des Holocaust auf, die Juden als minderwertig behandelten. Laut de Vega sei es eine bittere Ironie, dass jene, die einst Opfer von Genozid und Dehumanisierung waren, nun selbst Methoden der Unterdrückung anwenden.
Kritik richtet sich auch gegen die lokale Politik auf den Philippinen. Ein nicht namentlich genannter Senator wird von de Vega als treulos und ignorant bezeichnet, da er die Geschichte seines eigenen Landes oder seiner Gemeinde nicht verstanden habe und das Volk verrate, indem er sich nicht auf die Seite der Filipinos stelle, sondern die Interessen neuer Eroberer unterstütze. De Vega wertet dieses Verhalten als einen Vertrauensbruch von höchster Schwere.
Quellen
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