Menschenhandel in Davao City: Neue Rekordzahlen und organisierte Rekrutierung
EditDavao City verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 72 Fälle von Menschenhandel und weist damit die höchste Zahl aller lokalen Verwaltungseinheiten in der gesamten Region Davao auf. Laut Daten des Ratsmitglieds Rachel Zozobrado, die den Ausschuss für interne Angelegenheiten und Wanderarbeiter leitet, ist die Stadt nicht nur ein Herkunftsort für Opfer, sondern dient auch als organisierter Knotenpunkt für die Rekrutierung.
IACAT die Nutzung moderner Technologien. So wurden im Juni 2025 sechs Personen am internationalen Flughafen Davao abgefangen, die vorgaben, als Touristen nach Singapur zu reisen. Tatsächlich waren sie über die Plattform Telegram unter dem Versprechen von Kundenservice-Jobs in Kambodscha angeworben worden. Die Gruppe nutzte gefälschte Reisedokumente, und einer der Betroffenen hatte bereits 50.000 Pesos an den Rekrutierer gezahlt.
Die Daten des Department of Migrant Workers (DMW) in der Region XI zeigen zudem, dass 60 Prozent der mutmaßlichen illegalen Rekrutierer in der Region Davao entweder in Davao City ansässig sind oder dort Büros unterhalten. Innerhalb der Stadt entfielen die meisten Fälle auf die Bezirke Talomo (16), Marilog (15), Toril (9) und Calinan (7).
Als Reaktion auf diese Entwicklung hat Zozobrado die „Kalinga sa Miranteng Dabawenyo Ordinance“ von 2026 vorgeschlagen. Diese Verordnung zielt auf Prävention statt bloßer Reaktion ab. Geplant ist ein jährlicher Monat für sichere Migration, um über Warnsignale wie die Einreise mit Touristenvisa statt Arbeitsvisa oder die Beschlagnahmung von Pässen aufzuklären. Zudem soll ein Krisenzentrum für Familien von OFW geschaffen werden, das eine direkte Verbindung zu Behörden wie dem IACAT, dem Department of Social Welfare and Development (DSWD) und PNP herstellt.





