Korruptionsvorwürfe gegen Abgeordneten James Ang Jr. wegen Bauaufträgen
Gegen den Abgeordneten der USWAG-Ilonggo-Parteiliste, James „Jojo“ Ang Jr., wurden beim Sondergericht Sandiganbayan 14 Anklagepunkte wegen Korruption eingereicht. Das Büro des Ombudsmanns erhob die Vorwürfe am Samstag, den 25. Juli 2026, im Zusammenhang mit mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei Infrastrukturprojekten zum Hochwasserschutz.
Dem Vorwurf zufolge hält Ang Anteile an einem Bauunternehmen, das DPWH erhalten hat. Die betreffenden Verträge beliefen sich auf eine Summe von 214 Millionen Pesos, wovon das Unternehmen nahezu 199 Millionen Pesos erhalten haben soll. Laut dem Ombudsmann verstößt dies gegen die Verfassung, die es Abgeordneten untersagt, während ihrer Amtszeit finanzielle Interessen an Regierungsaufträgen zu verfolgen. Ein Interessenkonflikt liege bereits dann vor, wenn ein Amtsträger von einem Vertrag profitiert oder davon profitieren könnte, ohne dass eine gezielte Manipulation oder direkte Schmiergeldzahlungen nachgewiesen werden müssen.
Die Anklage stützt sich auf den Anti-Korruptions- und Korruptionspraktiken-Akt (Republic Act Nr. 3019). Dieser verbietet es Amtsträgern, direkt oder indirekt finanzielle Interessen an Geschäften oder Verträgen zu verfolgen, an denen sie in ihrer offiziellen Funktion mitwirken. Neben Ang sind auch weitere Personen in die Ermittlungen verwickelt: Der ehemalige Abgeordnete des zweiten Distrikts von Sultan Kudarat, Arnulfo Go, sowie drei weitere Personen sehen sich mit zwei Anklagepunkten wegen Korruption und zwei Vorwürfen der Veruntreuung konfrontiert.
Ang wurde bereits zuvor von der Unabhängigen Kommission für Infrastruktur (ICI) im Rahmen von Empfehlungen für Untersuchungen wegen möglicher Plünderung und Bestechung bei Infrastrukturprojekten zwischen 2016 und 2024 genannt. Der ICI-Vorsitzende Andres Reyes Jr. bezeichnete ihn und andere in diesem Zusammenhang als sogenannte „Cong-tractors“, Abgeordnete oder deren Angehörige, die über eigene Baufirmen Regierungsaufträge erhalten.
James Ang Jr. wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sein Gewissen sei rein. Er betonte, in seiner dreijährigen Amtszeit nie seine Position für persönliche Interessen genutzt zu haben. Er sei bereit, sich den Vorwürfen im ordnungsgemäßen Verfahren zu stellen, um seinen Namen reinzuwaschen. Die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte sind gegen Kaution erhältlich.
Quellen
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