Kokosnuss-Messe in Davao City strebt Umsatze von 30 Millionen Pesos an
EditVom 10. bis 13. September findet in Davao City die erste „Coconut Philippines Mindanao 2026 Trade Fair“ in den Ayala Malls Abreeza statt. Die Veranstaltung soll kombinierte Umsätze aus Barzahlungen, Buchungen und laufenden Verhandlungen in Höhe von 30 Millionen Pesos erzielen.
Unter dem Motto „Endless Opportunities of Coconut“ werden mehr als 100 Akteure aus der Branche zusammenkommen, darunter Kokosnuss-Landwirte, Genossenschaften und Kleinstunternehmen aus der gesamten Region Mindanao. Rund 30 Aussteller werden eine breite Palette an Lebensmitteln und Nicht-Lebensmittelprodukten präsentieren. Das Sortiment umfasst unter anderem Kokosuszucker, Sirupe, Kokoswasser sowie Kosmetikartikel.
Die Messe wird von der Mindanao Trade Expo Foundation Inc. (MTEFI) in Zusammenarbeit mit den DTI sowie dem Handels-, Investitions- und BARMM organisiert. Neben der Produktpräsentation sind geschäftliche Treffen zwischen Unternehmen (B2B-Sessions) geplant, um Käufer mit Kleinst-, kleinen und MSMEs sowie Branchenakteuren zusammenzubringen. Zudem werden Kochdemonstrationen mit Kokosnuss-Zutaten und Rezepten durchgeführt.
Maria Victoria Placer, die Provinzdirektorin des DTI für Davao del Sur und zuständige Koordinatorin für den Kokosnusssektor, erläuterte während des „Kapehan sa Dabaw“-Medienforums im SM City Davao, dass die Messe die Position Mindanaos als führenden Produzenten innovativer Kokosnussprodukte stärken soll. Ein zentrales Ziel ist es, traditionelle Kopra-Bauern, die bisher hauptsächlich Kopra, Holzkohle (Uling) und Kokosöl herstellten, zu sogenannten „Cocopreneurs“ zu entwickeln. Durch die Verarbeitung der Rohstoffe zu Produkten mit höherer Wertschöpfung sollen die Einkommen der Landwirte gesteigert werden. Dieses Vorhaben ist Teil des Coconut Farmers and Industry Development Plan (CFIDP).
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Exportpotenzial, insbesondere in Richtung Ostasien und des Nahen Ostens. Placer verwies auf die wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Milchalternativen in China. Informationen philippinischer Konsularbeamter von einer Handelsmesse in Shanghai im vergangenen Jahr zufolge weisen bis zu 80 Prozent der chinesischen Bevölkerung eine Laktoseintoleranz auf, was einen großen Markt für philippinische Verarbeiter eröffnen könnte.
Trotz dieser Chancen stehen lokale Unternehmen vor erheblichen Hürden beim Eintritt in internationale Lieferketten. Dazu gehören hohe Betriebskosten und die Erfüllung von Anforderungen der Food and Drug Administration. Die Gebühren für eine Produktregistrierung können beispielsweise 75.000 Pesos pro Produkt erreichen, während Exportzertifizierungen wie die Halal-Akkreditierung Kosten von bis zu einer Million Pesos verursachen können. Zudem erschweren infrastrukturelle Mängel, wie unzureichende Wege von den Farmen zu den Märkten, sowie die Schwierigkeit, die für Übersee-Käufer erforderlichen großen Container-Volumina zu erfüllen, den Marktzugang.
Zur Bewältigung dieser Herausforderungen arbeitet das DTI im Rahmen des CFIDP mit 15 Regierungs- und Branchenpartnern zusammen. Die Technical Education and Skills Development Authority (TESDA) bietet technische Schulungen an, während die National Dairy Authority die Landwirte dabei unterstützt, ihr Einkommen durch Mischkulturen und Viehzucht zu diversifizieren. So können beispielsweise Kaffee oder Kakao neben Kokosnüssen angebaut werden.
Nach der Messe in den Ayala Malls Abreeza werden regionale Kokosnuss-Unternehmen vom 17. bis 19. September auf der Davao Agri-Trade Expo im SMX Convention Center vertreten sein. Weitere Möglichkeiten zur Gewinnung internationaler Käufer und zur Expansion in Exportmärkte bietet die bevorstehende China-Asean Expo in Nanning, China.





