Kaution beantragt: Estrada und Defensor kämpfen vor Sandiganbayan um Freiheit
EditSenator Jinggoy Estrada und der ehemalige Gesetzgeber Mike Defensor kämpfen vor dem Antikorruptionsgericht Sandiganbayan um ihre Freiheit. Beide philippinischen Politiker sind in schweren Plunder-Verfahren beschuldigt und haben die Bewilligung von Kaution beantragt, um eine vorübergehende Freilassung aus der Haft zu erreichen.
Estrada, der seit dem 1. Juni im New Quezon City Jail in Payatas inhaftiert ist, reichte am Donnerstag, den 30. Juli 2026, eine siebenseitige Petition ein. Die Vorwürfe gegen ihn stehen im Zusammenhang mit einem Skandal um Hochwasserschutzmaßnahmen. Laut dem Büro des Ombudsmanns soll Estrada an einem System beteiligt gewesen sein, bei dem Gelder gezielt für bestimmte Infrastrukturprojekte zugewiesen wurden, um im Gegenzug Provisionen oder Schmiergelder zu erhalten. Die Ermittlungsbehörde gibt an, dass insgesamt 573 Millionen Pesos systematisch an Estrada geflossen seien.
In seiner Begründung argumentiert Estrada, dass keine stichhaltigen Beweise vorliegen, die ihn oder Manuel Bonoan strafbar machen würden. Er bestreitet, dass er die Aufnahme von Hochwasserschutzprojekten in den nationalen Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2025 unrechtmäßig beeinflusst habe. Zuvor hatte die 5. Abteilung des Sandiganbayan am 28. Juli einen ersten Antrag von Estrada abgelehnt, da dieser als verfrüht eingestuft wurde. Auch Mike Defensor hat zusammen mit dem Geschäftsmann Joseph Espiritu einen Kautionsantrag gestellt, nachdem die beiden seit der Ausstellung eines Haftbefehls am 6. Juli in Untersuchungshaft sind.
Defensor und Espiritu werden vorgeworfen, gemeinsam mit Senator Rodante Marcoleta und Aristotle Viray bei den Wahlkampfspenden von Marcoleta involviert gewesen zu sein. Ihnen wird vorgeworfen, unrechtmäßig erworbenes Vermögen in Höhe von 75 Millionen Pesos angehäuft zu haben. Sowohl Defensor als auch Espiritu behaupten, dass keine ausreichenden Beweise für eine Verschwörung vorliegen.


