Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte: Vorwürfe wegen ungeklärten Vermögens
EditIm laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte stehen Vorwürfe über ungeklärten Reichtum im Zentrum der Debatte. Der Abgeordnete Chel Diokno, der als öffentlicher Ankläger fungiert, erklärte am Montag, dass die im Prozess vorgelegten Finanzunterlagen schwerwiegende Fragen zur Rechenschaftspflicht der Vizepräsidentin aufwerfen. Laut Diokno belegten die Zahlen, dass es bei dem Verfahren nach Artikel II des Impeachment-Prozesses nicht um die Person Sara Duterte gehe, sondern um das Vertrauen, das das philippinische Volk in ihr Amt gesetzt habe. Er betonte, dass es um die Frage der Führung und der Eignung eines hochrangigen Amtsträgers gehe, weiterhin dem öffentlichen Dienst anzuhängen.
Die Beweisführung stützt sich auf umfangreiche Dokumente, die von verschiedenen Institutionen stammen. AMLC, des Bureau of Internal Revenue (BIR) sowie Unterlagen der Securities and Exchange Commission (SEC). Diokno erläuterte dies nach einer Rückfrage des Senators Lito Lapid, der die öffentliche Einordnung der massiven Informationsmenge hinterfragte. Diokno betonte, dass die Finanzdaten direkt aus den Banken stammten, auf denen die Vizepräsidentin Konten führt, und nicht allein von der Anklage stammen. Er verwies auf die Aussage des Anwalts Alexander Cabrera und unterstrich, dass die Zahlen nicht lügen würden. Ein ehrlicher Amtsträger müsse nichts zu verbergen, insbesondere was die Angaben in der Erklärung über Vermögenswerte, SALN betrifft. Er merkte an, dass Amtsträger durch ein einfaches Auftreten, wie etwa Besuche in gewöhnlichen Lokalen, ein Bild der Bescheidenheit erzeugen könnten, während die vorliegenden Dokumente die tatsächliche finanzielle Realität widerspiegeln.
Vizepräsidentin Sara Duterte wies die Ermittlungen des National Bureau of Investigation (NBI) entschieden zurück. Sie bezeichnete die Untersuchungen zu Diskrepanzen in ihrer SALN-Erklärung sowie das Impeachment-Verfahren als politisch motivierte Angriffe. Duterte reagierte am Montag auf die Äußerungen von NBI-Direktor Melvin Matibag, der behauptete, dass mehrere Immobilien nicht mit den Beschreibungen in ihrer SALN übereinstimmten. Duterte behauptete, ihre Gegner versuchten, ihren Ruf im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2028 zu zerstören. Sie gab an, dass das Verfahren gegen sie bereits „in sich zusammenfalle“ und Kritiker daher versuchen würden, neue Vorwürfe wie etwa illegale Vermögenswerte oder Gelder aus China zu erfinden, nachdem frühere Themen wie Geheimgelder und Korruption nicht mehr ausreichten.
Zusätzlich warnte die Vizepräsidentin vor einer koordinierten Strategie der Regierung und des Repräsentantenhauses. Sie sah darin einen Versuch, das Regierungssystem durch Verfassungsänderungen (Charter Change) und die Abschaffung von Wahlen (No-El) zu manipulieren. Sie warnte davor, dass diese Maßnahmen schrittweise durchgeführt würden, um sie vor der nächsten Wahl gezielt zu Fall zu bringen.






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