Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin: Anklage verteidigt ihre Rolle
Im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat die leitende Staatsanwältin, die Abgeordnete Gerville Luistro aus Batangas, die Parteilichkeit der Anklage verteidigt. In einer Pressekonferenz erklärte Luistro, es sei die Aufgabe der Anklage, den Fall gegen die Beschuldigte aufzubauen.
Die Anklagevertretung reagiert damit auf eine Intervention des Senator-Richters Robin Padilla im Impeachment-Gericht. Padilla hatte gefordert, dass die Anklage nicht einseitig agieren dürfe und auf Zeugen verzichten solle, gegen die Vorwürfe der Meineid-Begehung im Raum stünden. Konkret bezog er sich auf die Agenten des National Bureau of Investigation (NBI), John Mark Calilung und Jeremy Lotoc.
Luistro widersprach dieser Darstellung und stellte klar, dass gegen die beiden Agenten keine Anklagen wegen Meineids vorlägen. Die Debatte im Gerichtssaal führte zu Unruhe im Plenum, woraufhin Senator-Richter Francis Escudero, der vorsitzende Richter, eingriff.
Die private Staatsanwältin Lorna Kapunan entschuldigte sich im Anschluss bei Senator Padilla für das Verhalten einiger Beteiligter. Sie erklärte, es sei keine Absicht gewesen, den Richter respektlos zu behandeln, sondern es handele sich um eine instinktive, emotionale Reaktion während des Prozesses. Kapunan fügte hinzu, dass die Anklage tatsächlich die Interessen der Anklagevertretung vertrete und die Verteidigung die Interessen der Verteidigung.