Impeachment-Verfahren gegen Sara Duterte: Escudero schlägt externe Sprecher vor
Im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat der Vorsitzende des Impeachment-Gerichts, Francis „Chiz“ Escudero, den Anklage- und Verteidigungspanelen nahegelegt, neue Sprecher zu ernennen, die nicht Teil der jeweiligen juristischen Teams sind, um die Unabhängigkeit der Kommunikation zu gewährleisten.
Die Ernennung von reinen Sprechern ermögliche eine faire Hand, erklärte Escudero vor der Vertagung der Sitzung am Mittwoch. Solche Personen seien nicht durch die strengen Regeln des Gerichts in ihrer Äußerungsfreiheit eingeschränkt, die für Staatsanwälte, Verteidiger und Zeugen gelten. Die aktuellen Sprecher, Benjamin „Jay“ Tolosa für die Anklage und Michael Poa für die Verteidigung, sind beide gleichzeitig als registrierte Rechtsbeistände tätig.
Escudero warnte vor den Schwierigkeiten im weiteren Verlauf des Prozesses, da es zunehmend schwierig werden könne, zwischen den rechtlichen Argumenten des Falles und rein verfahrenstechnischen Beobachtungen oder Fakten zu unterscheiden, wenn dieselbe Person beide Rollen einnimmt. Das Gericht werde die Äußerungen der Anwälte zudem genau beobachten. Obwohl sich die Anwälte bisher sehr vorsichtig mit öffentlichen Aussagen verhalten hätten, könnten die Herausforderungen im Laufe des Verfahrens zunehmen.
Die Reaktion der beteiligten Parteien fiel abwartend aus. Die leitende Anklägerin des Repräsentantenhauses, Gerville Luistro, gab an, dass das Anklageteam Escuderos Vorschlag mit Atty. Tolosa besprechen werde. Der Sprecher der Verteidigung, Michael Poa, dankte dem Vorsitzenden für den Rat und räumte die Schwierigkeit ein, die Rollen als Anwalt und Sprecher in Einklang zu bringen.
Poa betonte jedoch, dass er diesen Punkt erst mit der Vizepräsidentin konsultieren müsse. In einem Briefing nach der Sitzung merkte Poa an, dass er und Tolosa zunächst befürchtet hatten, eine Rüge zu erhalten, was jedoch nicht der Fall war. Die endgültige Entscheidung über die Ernennung neuer Sprecher liegt bei den jeweiligen Teams, wobei die leitende Anklägerin des Repräsentantenhauses angab, dass das Anklageteam gemeinsam das beste Vorgehen abstimmen werde.
Quellen
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