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Großprojekt im Candaba-Sumpf: Kanalsystem soll Hochwasser in Central Luzon bekämpfen

In der Region Central Luzon kommt es immer wieder zu Überschwemmungen. Ein großes Projekt soll nun Abhilfe schaffen: Das rund 6.000 Hektar große Candaba-Sumpfgebiet in der Provinz Pampanga soll durch ein großflächiges System aus Kanälen umgestaltet werden. Dieses Vorhaben soll das Hochwasser in der Region dauerhaft bekämpfen.

Taifun symbolbild
Quelle: Google

Das Vorhaben orientiert sich am Vorbild des Mekong-Deltas in Vietnam. Die geplanten Wasserwege sollen so breit und tief konzipiert werden, dass sie Schiffe aufnehmen können und mit Nebenflüssen verbunden sind. Bei starken Regenfällen könnte dieses Netzwerk als massives Rückhaltebecken für überschüssiges Wasser dienen. Landwirtschaftsminister Francisco P. Tiu Laurel Jr. betonte, dass es sich hierbei nicht um kleine Kanäle handele.

Durch die gezielte Umleitung der Wassermassen in die Kanäle könnten Teile des Sumpfes austrocknen, wodurch Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung gewonnen werden könnten. Zudem bietet das Projekt logistische Vorteile: Landwirte könnten die Kanäle als alternatives Transportnetzwerk nutzen, um Ernten und andere Agrarprodukte abseits der Straßen zu befördern. Das Ministerium sieht darin eine Chance, die hohen Kosten durch ständige Fluten zu senken und bisher ungenutzte Gebiete produktiv zu machen.

Die Studie wird gemeinsam mit einer vietnamesischen Universität und verschiedenen Ingenieurbüros durchgeführt und soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Laut Minister Tiu Laurel wird der Abschlussbericht auch einen Fahrplan für die Finanzierung enthalten. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie des Landwirtschaftsministeriums (Department of Agriculture, DA), flutgefährdete Landschaften in landwirtschaftliche Ressourcen umzuwandeln. Ähnliche Untersuchungen werden auch für die Agusan- und Lingasnan-Sümpfe sowie das Lagayan-Flussbecken geprüft. Das Landwirtschaftsministerium hat eine Machbarkeitsstudie im Wert von 150 Millionen Pesos in Auftrag gegeben.

Das Konzept wurde bereits Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. vorgestellt. Der Präsident prüft derzeit verschiedene Vorschläge, um das chronische Problem der Überschwemmungen zu lösen, welche die wirtschaftliche Aktivität in Central Luzon massiv beeinträchtigen.