Politik: Landesweit

Falschmeldung: Vizepräsidentin Sara Duterte dementiert angebliche Aussage zur Freilassung ihres Vaters

Die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte hat Berichte zurückgewiesen, wonach sie behauptet habe, ihr Vater, der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte, werde in der nächsten Woche aus der Haft entlassen und in die Philippinen zurückkehren. In einer Stellungnahme vom 28. Juli wies die Vizepräsidentin diese Behauptung entschieden zurück und gab an, nicht zu wissen, woher diese Falschinformation stamme.

Vice President Sara Duterte
Quelle: Google

Die Desinformation verbreitete sich über ein Video, das die Vizepräsidentin bei einer Rede in London zeigt. In dem Video wurde der Text eingeblendet, wonach der ehemalige Präsident bald freigelassen werde und US-Präsident Donald Trump dafür gedankt werde. ICC gezeigt, um den Eindruck zu erwecken, dies würde die Freilassung von Rodrigo Duterte begünstigen.

Sara Duterte stellte klar, dass sie in ihrer Rede lediglich erwähnt habe, dass sie ihren Vater in der kommenden Woche in der Haft besuchen werde. Sie betonte, dass in keinem Transkript der Rede eine Aussage darüber enthalten sei, dass Rodrigo Duterte aus dem ICC-Gefängnis oder generell in der nächsten Woche freikommen würde. Zudem verwies sie darauf, dass die Website des ICC lediglich den Zeitplan für den eigentlichen Prozess anzeige, aber keinerlei Ankündigungen über eine Entlassung ihres Vaters enthalte.

Rodrigo Duterte befindet sich derzeit in der Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Niederlande. Er wurde im März 2025 festgenommen und sieht sich drei Anklagepunkten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegenüber, die im Zusammenhang mit seinem mutmaßlichen Engagement bei Tötungen während des „Krieges gegen die Drogen“ und der sogenannten „Davao Death Squad“ stehen. Der Prozess gegen ihn ist für den 30. November 2026 angesetzt.