Falschmeldung: Vize-Präsidentin Duterte flieht nicht wegen Mordermittlungen
Die Vize-Präsidentin der Philippinen, Sara Duterte, ist nicht wegen der laufenden Ermittlungen im Mordfall der Vloggerin „Mima Alicia“ aus dem Land geflohen. Dieser Vorwurf wurde durch das OVP zurückgewiesen, das betonte, dass ihre Auslandsreise keinen Zusammenhang mit den PNP hat.
Die Reise, die vom 16. bis zum 31. Juli stattfindet, umfasst Stationen in Katar, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Nordirland und den Niederlanden. Laut einer Erklärung des OVP vom 21. Juli sollen dabei Kontakte zu philippinischen Arbeitsmigranten gepflegt, an einem Forum teilgenommen und die Interessen der Philippinen im Ausland gefördert werden. Die Reise besteht sowohl aus offiziellen Terminen als auch aus privaten Verpflichtungen, wobei für die gesamte Dauer des Aufenthalts keine Regierungsgelder verwendet werden.
Die Falschmeldung verbreitete sich über die Facebook-Seite „Balita at Kaalaman“, die suggerierte, Duterte sei aus Angst vor den Ermittlungen im Fall der Vloggerin Alicia Lipata, bekannt als „Mima Alicia“, das Land verlassen haben wollen. Die Polizei des Northern Police District untersucht derzeit, ob ihre politischen Kommentare als Motiv für den Mord dienten, der am 17. Juli in Caloocan City durch zwei bewaffnete Täter auf Motorrädern vor ihrem Haus verübt wurde. Am 23. Juli gab die Polizei bekannt, dass zwei Verdächtige festgenommen wurden und nun wegen Mordes angeklagt werden sollen.
Die Reise der Vize-Präsidentin findet vor dem Hintergrund ihres laufenden Amtsenthebungsverfahrens statt. Als erste Amtsträgerin in der Geschichte des Landes hat das Repräsentantenhaus bereits zweimal ein Impeachment-Verfahren gegen sie eingeleitet. Duterte wird unter anderem der Missbrauch von Geheimmitteln, unerklärliches Vermögen sowie Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. und dessen Familie vorgeworfen.
Quellen
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