Falschmeldung: NBI-Agent wurde nach Aussage im Amtsenthebungsverfahren nicht verhaftet
Ein hochrangiger Agent des National Bureau of Investigation (NBI) namens John Mark Calilung ist nach seiner Zeugenaussage im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte nicht verhaftet worden. Es gibt keine Haftbefehle oder Berichte über eine Festnahme des Beamten.
Die Falschmeldung verbreitete sich über einen YouTube-Kanal namens „PHILIPPINES TRENDING NEWS“. In einem Video vom 12. Juli wurde suggeriert, Calilung sei festgenommen worden, nachdem er als erster Zeuge vor dem Senatsgericht ausgesagt hatte. Das Video, das bereits zehntausende Aufrufe verzeichnete, enthielt jedoch selbst keine Beweise für eine Verhaftung, sondern beschränkte sich auf politische Kommentare zur Glaubwürdigkeit des Agenten.
Calilung, der in der Cybercrime-Abteilung des NBI tätig ist, sagte am 7. und 8. Juli vor dem Senat aus. Er fungierte als Hauptzeuge der Anklage, um ein Video aus einer Pressekonferenz vom November 2024 zu authentifizieren. In diesem Video soll die Vizepräsidentin Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, ausgesprochen haben.
Während der Kreuzvernehmung durch den Verteidiger Carlo Narvasa wurde Calilungs Qualifikation als Experte für digitale Forensik infrage gestellt. Der vorsitzende Richter des Senatsgerichts, Francis Escudero, wies den Agenten daraufhin an, entsprechende Zertifizierungen einzureichen. Die Amtsenthebungsanklage gegen Duterte umfasst neben den Vorwürfen wegen schwerer Drohungen auch den Missbrauch von Geheimdienstgeldern, die Verletzung der Verfassung sowie Korruption und Bestechung.
Quellen
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