EU äußert Besorgnis über Zusammenstoß am Ayungin Shoal
Die EU hat ihre tiefe Besorgnis über eine jüngste Konfrontation zwischen philippinischem und chinesischem Personal am Ayungin Shoal geäußert. In einer Stellungnahme der EU-Delegation auf den Philippinen am Mittwoch wurde vor Handlungen gewarnt, welche die Spannungen im Südchinesischen Meer weiter verschärfen könnten.
Anlass der Reaktion war ein Vorfall vom 20. Juli in der Nähe des Ayungin Shoals, der international als Second Thomas Shoal bekannt ist. Bei der Auseinandersetzung wurden zwei Angehörige der philippinischen Marine verletzt. Die EU betonte, dass sie einseitige Maßnahmen, welche die Sicherheit des Personals auf See gefährden und die regionale Stabilität sowie die internationale regelbasierte Ordnung untergraben, entschieden ablehne.
AFP begann die Situation, als ein Festrumpfschlauchboot der chinesischen Küstenwache mit acht Besatzungsmitgliedern das Wrack der BRP Sierra Madre ummanövrierte und dabei Fotos sowie Videos aufnahm. Als philippinische Schlauchboote versuchten, das chinesische Fahrzeug aus dem Gebiet zu verdrängen, kam es zur Eskalation. Dabei soll chinesisches Personal einen philippinischen Seemann mit einem Holzstock am Kopf getroffen und eines der philippinischen Boote beschädigt haben. Die zwei verletzten Soldaten konnten am Dienstag mit PCG evakuiert werden.
Peking widersprach dieser Darstellung und warf der philippinischen Seite vor, die Begegnung provoziert zu haben. China behauptete, philippinische Boote hätten ein chinesisches Schiff gerammt und philippinisches Personal habe Ruder und Stöcke eingesetzt.
Infolge des Vorfalls bestellte Präsident Ferdinand Marcos Jr. den chinesischen Botschafter Jing Quan am Dienstag in das Präsidentenpalast Malacañang. Laut der Palastpresseerin Claire Castro wurden bei dem Gespräch sowohl der Vorfall als auch nationale Sicherheitsfragen im Westphilippinischen Meer thematisiert. Das Außenministerium hatte die Maßnahmen gegen die philippinischen Truppen zuvor als inakzeptabel bezeichnet.
Die UNCLOS als rechtlichen Rahmen für Aktivitäten in den Meeren. Zudem bekräftigte die Union die Gültigkeit des Schiedsspruchs von 2016, der die Ansprüche Chinas auf historische Rechte in der Region als rechtlich unbegründet einstufte. China erkennt dieses Urteil weiterhin nicht an. Das Ayungin Shoal liegt innerhalb der 200-Seemeilen-Exklusivwirtschaftszone der Philippinen.
Quellen
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