Digitaler Ausbau: Wirtschaftsrat schlägt Maßnahmen für KI und Cybersicherheit vor
EditEin zentraler Punkt bei einem Treffen im Malacañang-Palast war die Unterstützung der jüngsten Regierungsverordnung (Executive Order No. 119), welche die Datenklassifizierung aktualisiert und eine nationale Richtlinie zur Datenresidenz festlegt.
Laut dem Wirtschaftsrat für digitale Infrastruktur (PSAC-Digital Infra) schafft dies die notwendige Planungssicherheit für Cloud-Anbieter, Betreiber von Rechenzentren und Technologieinvestoren, um die Datensouveränität des Landes zu festigen. Der Rat hat Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. umfassende Empfehlungen zur Stärkung der digitalen Souveränität der Philippinen vorgelegt.
Im Bereich der Cybersicherheit plädiert der PSAC-Digital Infra für einen koordinierten nationalen Ansatz zum Schutz kritischer Informationsinfrastrukturen, die größtenteils in privater Hand liegen. Ein wesentlicher Vorschlag sind vorab genehmigte Notfallprotokolle. Diese sollen es Betreibern ermöglichen, bei schweren Katastrophen oder systemischen Cybervorfällen sofort zu reagieren, ohne auf eine Einzelfallfreigabe durch die Regierung warten zu müssen.
Zudem unterstützt der Rat das geplante Cybersecurity Act und fordert Anpassungen am Cybercrime Prevention Act von 2012, um modernen Bedrohungen besser begegnen zu können. Hinsichtlich der Künstlichen Intelligenz schlägt der Rat ein zweigleisiges Vorgehen vor: KI soll zur Verbesserung der Cybersicherheit eingesetzt werden, etwa bei der Betrugsprävention und der Überwachung kritischer Infrastrukturen - während gleichzeitig die Sicherheit der KI-Systeme selbst gewährleistet werden muss.
Myla Villanueva, Leiterin des PSAC-Digital-Infrastruktursektors, betonte, dass die Governance und der Aufbau von Fähigkeiten mit der rasanten Entwicklung der Technologie Schritt halten müssten. Um den Breitbandausbau effizienter zu gestalten, unterstützt der Rat die sogenannte „One Canal Policy“. Dabei sollen standardisierte Kanäle entlang von Nationalstraßen genutzt werden, die von verschiedenen Anbietern gemeinsam für Glasfaser und Versorgungsleitungen genutzt werden können.
Dies würde die Kosten senken und die Bauzeiten verkürzen. Zudem soll die Anbindung von ländlichen Gesundheitszentren und staatlichen Hochschulen an das nationale Glasfasernetz priorisiert werden, um Telemedizin und digitale Bildung zu fördern. Abschließend wurde die Resilienz der Unterseekabel-Infrastruktur thematisiert. Ein Konsortium aus den Unternehmen Converge, Globe und PLDT präsentierte eine Initiative zum Aufbau eines widerstandsfähigeren nationalen Unterseekabel-Netzwerks, um die digitalen Hauptadern des Landes zu schützen und die Ambitionen der digitalen Wirtschaft zu unterstützen.



