Davao Light fordert Verbraucher angesichts steigender Strompreise zur Verbrauchssteuerung auf
EditDie Davao Light and Power Company (DLPC) hat ihre Kunden dazu aufgerufen, ihren Stromverbrauch bewusst zu steuern. Wie Fermin Edillon, Sprecher der DLPC, am Mittwoch während einer Pressekonferenz im Royal Mandaya Hotel in Davao City mitteilte, wird eine Normalisierung der Stromversorgung voraussichtlich erst im September eintreten.
Edillon riet den Bewohnern, ihren Verbrauch genau zu überwachen, anstatt sich ausschließlich auf die geltenden Stromtarife zu konzentrieren. Die Tarife der DLPC verzeichneten zuletzt deutliche Anstiege: Im Abrechnungszeitraum vom 11. Juni bis zum 10. Juli erhöhten sie sich von 10,35 ₱ auf 12,30 ₱ pro Kilowattstunde. Für die Periode vom 11. Juli bis zum 10. August stieg der Preis weiter auf 13,09 ₱ pro Kilowattstunde an.
Als Ursachen für die Preissteigerungen führte der Sprecher unter anderem die höheren Strompreise am WESM in Mindanao an, dem Markt, auf dem Strom zwischen Erzeugern, Übertragungs- und Verteilungsunternehmen gehandelt wird. Zudem führten mehrere Erdbeben in den vergangenen Monaten auf Mindanao zu Ausfällen bei einigen Kraftwerken. Edillon stellte klar, dass die Ausweitung des Dienstleistungsbereichs der DLPC über die Stadt Davao hinaus in die Region Davao nicht die Ursache für die Tarifsteigerungen sei.
Um die Kosten zu begrenzen, empfahl Edillon, die Nutzung von Elektrogeräten an die Wetterbedingungen anzupassen. Da Geräte, die Wärme erzeugen oder zur Kühlung dienen, besonders viel Strom verbrauchen, könne man beispielsweise bei bewölktem Himmel die Nutzung von Klimaanlagen reduzieren. Er schlug vor, die Laufzeit von vier auf drei oder sogar zwei Stunden zu verkürzen, sofern es nicht besonders heiß sei.
Bezüglich der Tarife für den nächsten Abrechnungszyklus konnte die DLPC noch keine Angaben machen, da die Berechnungen derzeit noch laufen. Das Unternehmen äußerte jedoch die Hoffnung, dass die Preise wieder sinken könnten. Unabhängig von der lokalen Situation gab das Energieministerium (Department of Energy, DOE) am 1. Juni bekannt, dass das Stromnetz in Mindanao mit einer angebotenen Kapazität von über 3.370 MW gegenüber einer Nachfrage von 2.775 MW weiterhin in einem stabilen Betriebszustand sei. Dieser Überschuss habe es ermöglicht, die volle Übertragungskapazität von 450 MW über das Mindanao-Visayas Interconnection Project zur Deckung von Versorgungsengpässen in der Visayas-Region bereitzustellen.




