China wirft Philippinen politische Provokation wegen Bildungsbedenken vor
EditChina hat den Philippinen am Dienstag eine „extrem ernste politische Provokation“ vorgeworfen. Auslöser der Eskalation ist die Besorgnis der Regierung in Manila über den potenziellen Einfluss staatlich gelenkter chinesischer Institutionen auf das philippinische Bildungswesen, der durch kulturelle Austauschprogramme entstehen könnte.
Das DND hatte in der vergangenen Woche die Notwendigkeit einer staatlichen Aufsicht über ausländische akademische und kulturelle Austauschprogramme begründet. Dabei verwies das Ministerium auf das nationale Sicherheitsgesetz Chinas, welches eine Zusammenarbeit mit staatlichen Geheimdiensten vorschreibt. Diese rechtliche Lage begründet die Sorge vor einer Einflussnahme auf lokale Bildungsstrukturen.
Das chinesische Außenministerium wies die Vorwürfe in einer Antwort auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters als „voller Lügen und böswilliger Angriffe“ zurück. Peking behauptete, eine kleine Gruppe von „China-feindlichen Kräften“ auf den Philippinen versuche, durch politische Manipulation und Medienverzerrung politische Vorteile zu erlangen. Diese Gruppe wolle zudem die maritimen Verstöße ihres Landes vertuschen, ohne dass konkrete Namen genannt wurden.
Die diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern sind bereits durch wiederholte Konflikte im Südchinesischen Meer geprägt, wo China fast das gesamte Gebiet für sich beansprucht, obwohl regionale Staaten überlappende Ansprüche geltend machen. Bereits im Juni kam es zu einer persönlichen Konfrontation, als Verteidigungsminister Gilberto Teodoro China als „böse“ bezeichnete. Daraufhin verhängte Peking Sanktionen gegen Teodoro, nachdem dieser das Land als schwere politische und territoriale Bedrohung eingestuft hatte. Peking warf dem Minister vor, lediglich eine Inszenierung für sein eigenes politisches Interesse zu betreiben.




