Politik – Cebu
Cebu City fordert Priorisierung von Wirtschaft und Infrastruktur in der Sona
Der Bürgermeister von Cebu City, Nestor Archival Sr., hat im Vorfeld der fünften Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, Sona) von Präsident Ferdinand Marcos Jr. konkrete Schwerpunkte gefordert. In einer Pressekonferenz am 27. Juli 2026 äußerte sich Archival zu den Erwartungen der lokalen Verwaltung und betonte die Notwendigkeit einer verstärkten nationalen Unterstützung.
An erster Stelle der Forderungen steht laut Archival die Stärkung der Wirtschaft, gefolgt von Investitionen in lokale Infrastrukturprojekte. Er verwies dabei auf die Bedeutung des Local Government Support Fund (LGSF), eines nationalen Fonds zur Finanzierung von Projekten lokaler Regierungen. Während Cebu City bereits Mittel für ein Reiseprogramm sowie verschiedene Bauvorhaben erhalten habe, hoffe die Stadtverwaltung auf die baldige Freigabe weiterer Zuweisungen durch den Präsidenten.
Ein zentrales Anliegen ist zudem das CBRT Projekt, eines der größten öffentlichen Verkehrsprojekte des Landes. Archival bezeichnete das CBRT als entscheidend für die Bewältigung des zunehmenden Verkehrsaufkommens in Cebu City, da der Stadt ein effizientes Massenverkehrssystem fehle. Die erste Phase des Projekts sei bereits zu etwa 90 Prozent abgeschlossen.
Neben der Infrastruktur forderte der Bürgermeister Maßnahmen zur Steigerung der Lebensmittelproduktion und zur Verbesserung der Ernährungssicherheit. Auch beim Katastrophenschutz regte er eine engere Abstimmung mit der Zentralregierung an. Da Städte wie Cebu regelmäßig durch Erdbeben, Taifune und Vulkanausbrüche bedroht seien, sei eine einheitliche nationale Strategie hilfreicher als rein lokale Programme.
Abschließend thematisierte Archival die öffentliche Ordnung und das Recht auf friedliche Versammlungen. Angesichts Berichten über Einschränkungen von Demonstrationen in Cebu City sprach er sich für das Recht auf Protest aus. Er erklärte, dass die Polizei zwar präventiv Maßnahmen ergreifen könne, um Unruhen an sensiblen Orten zu vermeiden, die friedliche Durchführung von Demonstrationen jedoch gewährleistet bleiben müsse.