Wirtschaft: Metro Manila

Brasilien erwartet stabilen Rindfleischexport nach Philippinen

Die brasilianische Fleischexportindustrie rechnet im laufenden Jahr mit stabilen Lieferungen von Rindfleisch auf die Philippinen. Laut der Brazilian Association of Meat Exporting Industries (Abiec) könnten die Exporte ein Volumen von 80.000 bis 96.000 Metrischen Tonnen erreichen und damit das Niveau von 2025 halten.

Fruit markets in Thailandsun_mio
Symbolbild: Envato

Julio Ramos, Direktor für strategische Angelegenheiten bei der Abiec, erklärte am Rande der Messe Wofex Manila, dass das Wirtschaftswachstum und eine gestiegene Kaufkraft die Nachfrage stützen. Insbesondere bei jüngeren Konsumenten sei ein steigender Rindfleischverbrauch zu beobachten. Zudem bleibe brasilianisches Rindfleisch im Vergleich zu anderen globalen Anbietern preislich wettbewerbsfähig.

Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern haben sich historisch stark entwickelt: Während Brasilien im Jahr 1997 lediglich 1.400 Metrische Tonnen exportierte, stiegen die Lieferungen bis 2025 auf 96.200 Metrische Tonnen an. In der ersten Jahreshälfte dieses Jahres verschiffte Brasilien bereits 35.878 Metrische Tonnen auf die Philippinen, was einem Anstieg von 34,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Exportwert kletterte im gleichen Zeitraum um 38,9 Prozent auf 162,4 Millionen US-Dollar.

Neben Rindfleisch verzeichneten auch die Exporte von Schweine- und Hühnerfleisch einen Zuwachs von etwa 30 Prozent bzw. 15 Prozent. Daten des Bureau of Animal Industry belegen, dass die gesamten Fleischimporte der Philippinen in der ersten Jahreshälfte um 12,1 Prozent auf 872,27 Millionen Kilogramm gestiegen sind, wobei Brasilien 52,2 Prozent der gesamten Fleischimporte des Landes deckte.

Vertreter der Branche sehen weiteres Potenzial außerhalb der Metropolregion Manila. Gabriel Morelli Ribeiro, Marktmanager der Brazilian Association of Animal Protein (ABPA), betonte, dass es Möglichkeiten gebe, den Markt in anderen Teilen des Landes besser zu erschließen und die Nähe zu Importeuren zu stärken. Trotz der Konflikte im Nahen Osten und gestiegener Ölpreise seien die Transportkosten laut Ribeiro nicht so stark gestiegen, dass sie den Warenverkehr behindern würden.