Bildungsministerium plant Anpassungen für El Niño im Schuljahr 2026/27
EditVor dem Hintergrund der Warnungen der Wetterbehörde PAGASA vor starken bis sehr starken El-Niño-Bedingungen, die voraussichtlich vor Ende 2026 ihren Höhepunkt erreichen und bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten könnten, DepEd neue Richtlinien für das Schuljahr 2026-2027, um Schülerinnen und Schüler vor extremer Hitze und Wasserknappheit zu schützen.
Ein zentraler Bestandteil der geplanten Regelungen ist die Flexibilität bei der Kleidung: Lehrkräfte und Lernende sollen die Erlaubnis erhalten, leichte und atmungsaktive Kleidung zu tragen, wozu auch die offiziellen Poloshirts des DepEd oder Sportuniformen gehören können. Darüber hinaus sollen Schulen die thermische Sicherheit in den Klassenzimmern durch die Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit kalibrierten Geräten sicherstellen und für eine ausreichende Querlüftung sorgen.
Das sogenannte 4H-Rahmenwerk, das in den Richtlinien zur Aufrechterhaltung des Lernens in Notfällen (DepEd Order No. 014, s. 2026) verankert ist, soll zur Bewältigung klimabedingter Störungen implementiert werden. Dieses System unterteilt die Reaktion in vier Stufen: Bei moderaten Bedingungen (Hayo) findet der Unterricht vor Ort mit Anpassungen wie Wasserpausen statt, wobei Aktivitäten im Freien in die frühen Morgenstunden oder in schattige Bereiche verlegt werden. Bei Hitzestress (Hinay) kann auf hybride Lernformen oder modifizierte Schultage mit häuslichem Lernen umgestellt werden. Bei extremer Hitze oder Wasserverlust (Hinga) werden die akademischen Anforderungen reduziert und Lernmaterialien wie ergänzende Lernpakete, kurze Lese- und Rechenübungen sowie Rundfunkressourcen über DepEd TV und Radio bereitgestellt. Bei unsicheren Hitzeindizes (Hinto) wird der Unterricht komplett ausgesetzt, während die Schulen den Fokus auf Sicherheitschecks, die Aufrechterhaltung der Kommunikation und psychosoziale Unterstützung legen. Diese Maßnahmen gelten sowohl für reguläre Schulen als auch für Community Learning Centers (CLCs).
Um die Versorgung mit Wasser und Nahrung zu sichern, müssen Schulen Leckagen sofort reparieren, Trinkwasserstationen einrichten und eng mit lokalen Wasserversorgern zusammenarbeiten, um etwaige Rationierungen abzufangen. Zudem werden integrierte Risikobewertungen auf Schulebene vorgeschrieben, die die Zuverlässigkeit der Wasserversorgung, die thermische Sicherheit der Klassenzimmer, die Widerstandsfähigkeit der Stromversorgung sowie den Schutz vor Brandgefahren abdecken. Für das schulbasische Ernährungsprogramm (SBFP) sollen Notfallmenüs entwickelt und Vorräte an haltbaren Lebensmitteln angelegt werden, wobei lokale Regierungen und landwirtschaftliche Genossenschaften einbezogen werden sollen, um die Versorgung besonders schutzbedürftiger Kinder aufrechtzuerhalten. Um den Unterricht bei Hitze nicht zu unterbrechen, werden zudem physische Selbstlernmodule und Arbeitsblätter vor den heißesten Monaten als Pufferlager bereitgestellt.
Bildungsminister Juan Edgardo Angara betonte, dass unter der Leitung von Präsident Marcos proaktiv gehandelt werden muss, um die negativen Auswirkungen von El Niño abzumildern. Schulleiter und Distriktadministratoren sollen die nötige Flexibilität erhalten, um basierend auf den Bedingungen vor Ort, etwa der Belüftung oder der Wasserverfügbarkeit, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Die Richtlinien stellen zudem sicher, dass Familien keine zusätzlichen Kosten entstehen; das Verlangen nach dem Kauf von Kühlgeräten, spezieller Kleidung oder Internetverbindungen als Bedingung für den flexiblen Unterricht ist streng untersagt.





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