Politik – Central Luzon
Agrararbeiter warnen vor Folgen der Pax-Silica-Initiative in Zentral-Luzon
Die Arbeitergruppe Unyon ng mga Manggagawa sa Agrikultura (UMA) hat ihre Ablehnung gegenüber der Teilnahme der Philippinen an der US-geführten Pax-Silica-Initiative erklärt. Die Gruppe warnt davor, dass die geplante wirtschaftliche Sicherheitszone in der Region Zentral-Luzon die Vertreibung von Landbesitzern verschärfen, Löhne unterdrücken und die Umwelt schädigen könnte.
Pax Silica ist eine von den USA unterstützte Initiative, die darauf abzielt, die Lieferketten für künstliche Intelligenz und die Halbleiterfertigung zu stärken. Die philippinische Regierung fördert das Projekt als Teil einer Strategie, das Land als Zentrum für fortschrittliche Fertigung zu positionieren. In diesem Zusammenhang haben die Bases Conversion and Development Authority (BCDA) und die Subic Bay Metropolitan Authority (SBMA) bereits ein Memorandum unterzeichnet, das den Subic Bay Freeport als bevorzugtes maritimes Tor für das Projekt festlegt, während Clark voraussichtlich die wirtschaftliche Sicherheitszone beherbergen wird.
Ariel Casilao, der nationale Vorsitzende der UMA, kritisierte die Auswirkungen auf die ländlichen Gebiete. Er gab zu bedenken, dass das Projekt niedrige Löhne in ländlichen Gemeinden eher festigen würde, anstatt die Lebensbedingungen der Arbeiter zu verbessern. Casilao warf der Regierung vor, niedrige Löhne als Anreiz für ausländische Investoren zu nutzen. Die Gruppe bezweifelt zudem die Prognose der BCDA, dass Pax Silica etwa 190.000 Arbeitsplätze schaffen könnte, da keine Angaben zur Qualität dieser Beschäftigungsverhältnisse gemacht werden.
Die UMA verwies auf die aktuelle Lohnsituation in Zentral-Luzon: Während der Mindestlohn für landwirtschaftliche Arbeiter bei 570 Pesos und für nicht-landwirtschaftliche Arbeiter bei 600 Pesos pro Tag liegt, wird ein existenzsichernder Familienlohn auf etwa 1.312 Pesos geschätzt. Zudem äußerte die Gruppe Besorgnis darüber, dass der hohe Bedarf des Projekts an Wasser und Elektrizität die ohnehin bestehenden Versorgungsprobleme in der Region weiter verschärfen könnte. Die Kritik erfolgte unmittelbar vor der fünften Rede des Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. zur Lage der Nation.