Gesellschaft: Laguna

Abgeordnete kritisiert Podcast-Moderatoren wegen Spott über Menschen mit Behinderung

Die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen und Geschlechtergleichstellung im Repräsentantenhaus, Ann Matibag, hat die Moderatoren des Podcasts „Machong Chismisan“ scharf verurteilt. Hintergrund ist eine öffentliche Empörung über herabwürdigende Äußerungen gegenüber Josh Aquino, dem ältesten Sohn der Medienpersönlichkeit Kris Aquino.

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Symbolbild: Envato

In einer aktuellen Episode des Podcasts hatten die Moderatoren beleidigende Bemerkungen über Josh Aquino gemacht, der Autismus hat. Sie bezeichneten ihn als „nutzlos“ und machten seine Behinderung zum Gegenstand öffentlicher Lächerlichkeit. Matibag, die den ersten Distrikt von Laguna vertritt, bezeichnete dies in einer Stellungnahme als Grausamkeit statt als Humor und betonte, dass es weder mutig noch männlich sei, jemanden zu verspotten, der sich möglicherweise nicht selbst verteidigen kann.

Die Abgeordnete äußerte ihren Zorn sowohl in ihrer Funktion als Gesetzgeberin als auch als Mutter. Sie kritisierte, dass erwachsene Männer eine Behinderung zur Unterhaltung nutzen würden, und wies die Kultur einer „toxischen Männlichkeit“ zurück, die Demütigung mit Stärke verwechsle. Matibag erklärte zudem, dass wahre Stärke darin liege, schutzbedürftige Personen zu verteidigen.

In Bezug auf die rechtliche Lage erinnerte Matibag daran, dass die öffentliche Lächerlichmachung und Verleumdung von Menschen mit Behinderungen durch philippinische Gesetze streng untersagt ist. Konkret verwies sie auf den Republic Act Nr. 7277 in der geänderten Fassung durch den Republic Act Nr. 9442. Die Kennzeichnung solcher Äußerungen als Scherz entbinde die Verantwortlichen nicht von ihrer Rechenschaftspflicht. Die Abgeordnete sprach der Familie Aquino ihr Mitgefühl aus und forderte die Gesellschaft auf, Diskriminierung abzulehnen.