Zwischenfall im Südchinesischen Meer: Chinesische Küstenwache verletzt philippinischen Matrosen
Im Südchinesischen Meer ist es zu einer gewaltsamen Konfrontation zwischen philippinischen und chinesischen Kräften gekommen. Wie die philippinischen Streitkräfte (AFP) am Montag mitteilten, wurde ein Matrose der philippinischen Marine bei einem Vorfall am Second Thomas Shoal (Ayungin) am Kopf mit einem Holzstock geschlagen. Zudem wurde ein Schlauchboot der Marine beschädigt.
Der Vorfall ereignete sich, als ein Boot der chinesischen Küstenwache mit acht Besatzungsmitgliedern in unmittelbare Nähe des dort festliegenden philippinischen Kriegsschiffs näherte, um Fotos und Videos aufzunehmen. Als zwei Boote der philippinischen Marine versuchten, das chinesische Fahrzeug wegzudrängen, reagierten die chinesischen Besatzungsmitglieder laut AFP gewaltsam und aggressiv. Ein 25-sekündiger Videoclip, den das Militär veröffentlichte, zeigt unter anderem, wie ein Besatzungsmitglied eines chinesischen Bootes auf einen Matrosen in einem nahegelegenen philippinischen Schlauchboot einschlägt.
Das philippinische Verteidigungsministerium bezeichnete das Vorgehen als Teil eines klaren Musters aus provokativem und feindseligem Verhalten Chinas. Die AFP forderten die chinesische Volksbefreiungsarmee, die Küstenwache und die maritime Miliz auf, ihre illegalen und erpresserischen Handlungen im Westphilippinischen Meer einzustellen. Dabei verwiesen sie auf das Schiedsspruch-Urteil von 2016, das die rechtmäßigen maritimen Ansprüche der Philippinen unter internationalem Recht bestätigt.
Das Außenministerium der Philippinen erklärte, dass dieser Akt der Gewalt inakzeptabel sei und diplomatische Maßnahmen erfordere. Das betroffene Riff liegt innerhalb der 200-Seemeilen-Exklusivwirtschaftszone der Philippinen, ist jedoch rund 1.300 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt. China beansprucht das Gebiet als Renai-Riff.
Die Eskalation findet vor dem Hintergrund hochrangiger Treffen südostasiatischer Außenminister in Manila statt, an denen auch der chinesische Außenminister Wang Yi teilnimmt. In diesem Zusammenhang werden die Spannungen im Südchinesischen Meer voraussichtlich thematisiert. China weist Vorwürfe aggressiven Verhaltens regelmäßig zurück und wirft den Philippinen stattdessen vor, in chinesische Gewässer einzudringen.
Quellen
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