Sicherheit

Zusammenstoß im Südchinesischen Meer: Chinesische Küstenwache verletzt philippinischen Soldaten

Am frühen Montagmorgen, den 20. Juli 2026, kam es im Ayungin-Riff (Second Thomas Shoal) im Westphilippinischen Meer zu einer gewaltsamen Konfrontation zwischen der chinesischen Küstenwache und philippinischen Kräften. Ein Soldat der philippinischen Marine wurde dabei am Kopf verletzt.

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Bild: PIA - Photo 1 (2)

Der Vorfall ereignete sich, als ein mit acht Personen besetztes Schlauchboot der chinesischen Küstenwache die BRP Sierra Madre, ein seit 1999 als Außenposten genutztes Schiff aus dem Zweiten Weltkrieg, auf etwa 20 Yards näherte. Das chinesische Boot war von einem größeren Schiff mit der Kennnummer 21560 ausgegangen.

Die philippinische Besatzung reagierte mit zwei eigenen Schlauchbooten und forderte die chinesischen Kräfte zum Rückzug auf. Als diese die Anweisungen ignorierten, kam es zu einem Handgemenge, bei dem die philippinischen Kräfte versuchten, die chinesischen Besatzungsmitglieder mit Paddeln wegzudrängen. CCG mit einem langen Holzstab auf den philippinischen Soldaten ein, der eine etwa 3,8 Zentimeter (1,5 Zoll) lange offene Wunde am Kopf erlitt.

Der Soldat, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, erhielt unmittelbar nach seiner Rückkehr an Bord der BRP Sierra Madre Erste Hilfe. Zudem wurde ein philippinisches Gummiboot beschädigt.

Die AFP verurteilten das Verhalten der chinesischen Küstenwache als aggressiv und als eklatante Missachtung der Sicherheit, was die Spannungen in der Region weiter verschärfe. Das DND bezeichnete den Vorfall als Teil eines wiederkehrenden Musters provokativer und feindseliger Handlungen seitens Chinas, was das Vertrauen in den Nachbarn weiter untergrabe.

Das DFA erklärte, dass Gewalt gegen philippinisches Personal inakzeptabel sei und entsprechende diplomatische Maßnahmen folgen werden. Die NTF-WPS warnte vor dem Risiko gefährlicher Fehlkalkulationen auf See.

Die philippinische Seite betonte ihre Entschlossenheit, die Souveränitätsrechte unter Einhaltung des internationalen Rechts und des Schiedsspruchs von 2016 zu verteidigen. Die Eskalation findet in einer politisch sensiblen Phase statt: Nur wenige Tage nach dem Vorfall werden hochrangige Diplomaten, darunter der US-Außenminister Marco Rubio und der chinesische Außenminister Wang Yi, zu ASEAN-Veranstaltungen in Manila erwartet.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.