Gesundheit

Zunahme von Wachstumsverzögerungen bei Kindern in CALABARZON erfordert verstärkte Maßnahmen

In der philippinischen Region CALABARZON verschlechtert sich die Ernährungslage bei Kindern deutlich. Eine DOST-FNRI aus dem Jahr 2025 zeigt, dass die Rate der Wachstumsverzögerungen (Stunting) bei Kindern unter fünf Jahren von 18,5 Prozent im Jahr 2023 auf 21,2 Prozent im Jahr 2025 gestiegen ist.

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Symbolbild: Envato

Neben der Wachstumsverzögerung verzeichnet die Region auch einen Anstieg bei Untergewicht, das von 11,3 Prozent auf 13,9 Prozent kletterte. Zudem nahm die moderate bis schwere Ernährungsunsicherheit von 19,1 Prozent auf 22,6 Prozent zu. Auch bei Übergewicht und Adipositas wurde ein Anstieg bei Schülern, Jugendlichen, Erwachsenen und Frauen im gebärfähigen Alter festgestellt.

Trotz dieser negativen Trends gibt es auch Fortschritte: Das Auszehren (Wasting) bei Kindern unter fünf Jahren blieb mit 4,7 Prozent auf einem niedrigen Niveau, und bei Schulkindern sowie Jugendlichen sank dieser Wert. Zudem ging der chronische Energiemangel bei Erwachsenen und Frauen im gebärfähigen Alter zurück, was auf die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen hindeutet.

Als Reaktion auf die neuen Daten intensiviert der Nationale Ernährungsrat (NNC) CALABARZON seine sektorübergreifende Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen und Entwicklungspartnern. Ziel ist die Umsetzung des Philippine Plan of Action for Nutrition (PPAN). Die Regional koordinatorin des NNC CALABARZON, Lourdes Bulante-Orongan, erklärte, dass Mangelernährung eine komplexe Herausforderung sei, die nicht allein vom Gesundheitssektor gelöst werden könne. Sie erfordere das kollektive Handeln von Behörden, Kommunen, Partnern und Familien.

Um die lokale Ernährungspolitik zu stärken, leistet das NNC CALABARZON technische Unterstützung bei der Erstellung lokaler Ernährungsaktionspläne (LNAP). Diese sollen in die lokalen Entwicklungspläne und jährlichen Investitionsprogramme integriert werden. Das Regional Nutrition Shepherding Team wird zudem vorrangige Kommunen beraten, um gezielte Maßnahmen für Mütter und Kinder während der ersten 1.000 Tage des Lebens zu verbessern, einer kritischen Phase zur Vermeidung von Wachstumsverzögerungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Tagaytay City, das als Lernzentrum für verbesserte Ernährungsprogramme (LHEARN) dient und den Austausch von bewährten Praktiken zwischen den Kommunen ermöglicht. Parallel dazu sollen Kampagnen zur Verhaltensänderung in Zusammenarbeit mit dem Communicators’ Network for Nutrition in Region IV-A (CNN4A) verstärkt werden, um gesundes Verhalten und die Beteiligung der Gemeinschaft zu fördern.

Quellen