Zentralbank warnt vor KI-gestützten Cyberangriffen auf Banken
Durch die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) können Cyberkriminelle Systemschwachstellen schneller und in größerem Umfang identifizieren sowie Angriffe automatisieren. Dies hat die philippinische Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) dazu veranlasst, Banken und andere von ihr beaufsichtigte Finanzinstitute aufzufordern, ihre Cybersicherheitsmaßnahmen massiv zu verstärken.
Konkrete Schutzmaßnahmen fordert die BSP in ihrem am 6. Juli 2026 veröffentlichten Memorandum Nr. M-2026-034. Dazu gehören die Führung aktueller Bestandsverzeichnisse digitaler Vermögenswerte und Systeme sowie die Verschärfung von Sicherheitskontrollen, etwa durch die Einführung der Multi-Faktor-Authentifizierung. Zudem sollen Schwachstellen, wie etwa unnötige Internet-Expositionen, proaktiv angegangen werden.
Um die Erkennung von Bedrohungen, die Systemüberwachung und die Reaktion auf Vorfälle zu verbessern, empfiehlt die Zentralbank den Instituten den Einsatz eigener KI-gestützter Werkzeuge. Darüber hinaus sollen die Notfallpläne und Business-Continuity-Konzepte optimiert werden, um die Kontinuität der Finanzdienstleistungen auch während eines Cyberangriffs zu gewährleisten.
Lyn I. Javier, stellvertretende Gouverneurin der BSP, betont, dass Cybersicherheit entscheidend für das Vertrauen in das Finanzsystem sei. Durch die Stärkung der Abwehrkräfte sollen Verbraucher geschützt und das Vertrauen in die zunehmend digitale Wirtschaft gesichert werden. Die neuen Richtlinien ergänzen die bestehenden Rahmenwerke der BSP zur KI-Governance und zum Risikomanagement.
Quellen
Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.