Wirtschaft: Landesweit

Wirtschaftsvertreter begrüßen wirtschaftliche Agenda von Präsident Marcos

Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) am Montag seine wirtschaftlichen Prioritäten dargelegt. Die vorgestellten Pläne werden als solide Grundlage für langfristiges Wachstum bewertet, wobei gleichzeitig die Notwendigkeit einer beschleunigten Umsetzung von Reformen betont wurde.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Ein wichtiger Aspekt der Rede war die geplante Senkung der Steuerlast für Kleinst-, kleine und MSMEs sowie kleine und SMEs. Laut Joji Ilagan-Bian, Vorsitzende des BIMP-EAGA-Komitees der Philippine Chamber of Commerce and Industry (PCCI), fördere dies das Unternehmenswachstum. Sie hob auch die Verteidigung der souveränen Rechte der Philippinen im Westphilippinischen Meer sowie den Fokus auf Ernährungssicherheit, Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Bildung als entscheidende Prioritäten zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und der nationalen Sicherheit hervor.

Die digitale Transformation war ein weiterer Schwerpunkt der Rede. Ilagan-Bian begrüßte diese als Reaktion auf die sich wandelnden Anforderungen der Geschäftswelt. Auch die entschlossene Haltung gegen Korruption, insbesondere bei Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutz- und Infrastrukturprojekten, fand Anerkennung. Allerdings mahnte sie an, dass der Erfolg davon abhänge, ob die Ermittlungen unparteiisch blieben und zur Rechenschaftspflicht führten, unabhängig von politischen Interessen.

Antonio Peralta, der Honorarkonsul von Finnland für Mindanao, erklärte, dass die strategische Ausrichtung der Regierung, basierend auf digitaler Bereitschaft, Energiesicherheit, Handelsausweitung und regulatorischer Vereinfachung, ein positives Signal für Investoren darstelle. Dennoch verwies er auf bestehende Herausforderungen: Um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern, seien weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation, eine umsichtige Haushaltsführung sowie höhere Ausgaben für die öffentliche Infrastruktur notwendig.

Leo Tereso A. Magno, Sekretär der Mindanao Development Authority (MinDA), beschrieb die SONA 2026 als umfassenden Fahrplan zur Stärkung der Wirtschaft und Verbesserung der öffentlichen Dienste. Er hob die Anweisung des Präsidenten hervor, das Gesetz zur Reform der Stromindustrie (Electric Power Industry Reform Act, EPIRA) zu ändern, um Systemverlustgebühren von den Stromverbrauchern zu entlasten. Dies sei ein wichtiger Schritt für erschwinglichere Energie, was besonders für die wirtschaftliche Entwicklung in Mindanao von Bedeutung sei.