Wirtschaft: Metro Manila

Wirtschaftsexperten warnen vor Folgen einer Steuererhöhung auf zuckerhaltige Getränke

Eine geplante Erhöhung der Verbrauchssteuer auf zuckerhaltige Getränke im Rahmen des sogenannten ProGRESS-Steuerpakets hat zu Warnungen vor möglichen negativen Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, die Beschäftigungslage und den Geschäftsbetrieb geführt. Verschiedene Wirtschaftsvertreter, Steuerexperten und Vertreter von Kleinunternehmen fordern von der Regierung einen evidenzbasierten Ansatz.

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Symbolbild: Envato

Im Zentrum eines Rundtischgesprächs, das von der Organisation Arangkada Philippines in den Räumlichkeiten der American Chamber of Commerce of the Philippines in Makati City einberufen wurde, stand die geplante Anhebung der Steuer für gesüßte Getränke. Mon Abrea, leitender Steuerberater der Asian Consulting Group, gab zu bedenken, dass höhere Steuersätze nicht zwangsläufig zu proportional höheren Staatseinnahmen führen würden, da sich das Verhalten von Konsumenten und Herstellern anpassen könne und die Steuerbasis sich verschieben würde.

Abrea schlug stattdessen vor, das bestehende Steuersystem zu überprüfen, den Fokus stärker auf den tatsächlichen Zuckergehalt zu legen und Anreize für die Rezepturänderung von Produkten zu schaffen. Als mögliches Modell verwies er auf das gestaffelte Steuersystem im Vereinigten Königreich. Auch die Auswirkungen auf den Einzelhandel wurden thematisiert, wobei Joan Hipolito, die nationale Präsidentin der Philippine Association of Stores and Carinderia Owners Inc., erklärte, dass steigende Preise die Gewinne von kleinen Läden wie Sari-Sari-Stores und Carinderias schmälern und die Getränke für Kunden unerschwinglicher machen könnten.

Zudem hinterfragte Dr. David Joseph Emmanuel B. Yap Jr. vom Socio-Economic Research Bureau, ob eine volumenbasierte Steuer die Unterschiede im Zuckergehalt der verschiedenen Produkte ausreichend berücksichtige. Matthew Scanlin, Projektdirektor bei Arangkada Philippines, betonte, dass die Steuerpolitik neben den Gesundheits- und Einnahmezielen auch die Folgen für Haushalte, Arbeitnehmer und Unternehmen berücksichtigen müsse. Die gesammelten Empfehlungen sollen nun von Arangkada konsolidiert und in weitere Gespräche mit Regierungsbehörden und dem Kongress eingebracht werden.