Wirtschaft: Tarlac

Widerstand gegen geplantes Pax-Silica-Projekt in Tarlac

Das geplante Pax-Silica-Projekt in der Provinz Tarlac stößt auf zunehmende Kritik. Der bekannte Fernsehstar Brent Manalo äußerte sich auf der Plattform X (ehemals Twitter) gegen das Vorhaben und rief die Öffentlichkeit dazu auf, das Projekt abzulehnen. Manalo warnte davor, dass das geplante KI-Zentrum die Lebensgrundlage der lokalen Landwirtschaft gefährden könnte.

PBBM’s marching orders for new AFP chief_Protect sovereignty, secure nation’s future
Bild: PIA - PBBM’s marching orders for new AFP chief_Protect sovereignty, secure nation’s future

Der Gewinner der Reality-Show „Pinoy Big Brother: Celebrity Collab Edition“ betonte, dass Tarlac massiv von der Landwirtschaft abhängig sei. Er äußerte die Sorge, dass Landwirte durch das Projekt verdrängt und zur Umsiedlung gezwungen werden könnten. In der Fernsehsendung „It’s Showtime“ wies Manalo zudem darauf hin, dass vielen Menschen das Ausmaß des Vorhabens noch nicht bewusst sei. Das Projekt sieht die Nutzung von rund 1.600 Hektar Land vor.

Das Pax-Silica-Projekt, das unter US-amerikanischer Führung in New Clark City (Capas, Tarlac) geplant ist, wird von der Regierung hingegen als strategisch wichtig eingestuft. Präsident Ferdinand Marcos Jr. befürwortete die Entwicklung in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA). Er beschrieb das Vorhaben als Teil des Luzon Economic Corridor, der die Rolle der Philippinen in der globalen Wertschöpfungskette für künstliche Intelligenz und Technologie stärken soll.

Die Regierung geht davon aus, dass die Initiative, der die Philippinen im April 2026 beigetreten sind, hochwertige Arbeitsplätze schafft und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit des Landes steigert. Offizielle Stellen versprechen Investitionen in Höhe von 40 bis 70 Milliarden US-Dollar sowie die Schaffung von bis zu 190.000 Arbeitsplätzen, vor allem für philippinische Staatsbürger. Zudem sollen autarke Wasser- und Stromsysteme auf ehemaligem Militärgelände errichtet werden, wodurch keine Umsiedlungen entstehen würden.

Kritiker, darunter der Abgeordnete Chel Diokno sowie verschiedene Bauernverbände, fordern jedoch umfassende Konsultationen und Umweltprüfungen. Sie sehen die Landwirtschaft sowie die Wasserversorgung der Region durch das großflächige KI-Produktionszentrum gefährdet.