Gesellschaft

Widerstand gegen Bergbaupläne auf Sibuyan Island nimmt zu

Auf der philippinischen Insel Sibuyan, die aufgrund ihrer Artenvielfalt oft als das „Galápagos Asiens“ bezeichnet wird, formiert sich massiver Widerstand gegen geplante Bergbauaktivitäten der Altai Philippines Mining Corporation. Anwohner und Umweltschützer fordern die Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. sowie die lokale Verwaltung auf, die Vorhaben zu stoppen.

Huts in a village on a small island in the Philippines.
Symbolbild: Envato

Auslöser der aktuellen Proteste ist eine Petition der Organisation Living Laudato Si’ Philippines, die am Dienstag, den 21. Juli, ins Leben gerufen wurde. Bis Mittwochmorgen, den 22. Juli, hatte das Schreiben bereits mindestens 1.000 Unterschriften gesammelt. Die Petenten warnen davor, dass die geplanten Aktivitäten auf einer Fläche von 42 Hektar weit über das eigentliche Projektgebiet hinaus Risiken für zusammenhängende Wälder, Flüsse, Wassereinzugsgebiete, landwirtschaftliche Flächen sowie Küstenökosysteme und die dort lebenden Gemeinschaften bergen.

Die Kontroverse entzündete sich an einer Entscheidung des Gemeinderats (Sangguniang Bayan) von San Fernando. Laut dem Ratsmitglied Daxie Rios wurde am Freitag, den 17. Juli, ein Antrag zur Erklärung der Machbarkeit des Bergbauprojekts (DMPF) eingebracht. Rios äußerte sich überrascht über die Geschwindigkeit des Verfahrens und kritisierte, dass eine solche Entscheidung eine intensive Debatte, gründliche Studien sowie öffentliche Anhörungen in den einzelnen Barangays erfordere. Bei der Abstimmung stimmten sechs Ratsmitglieder für den Antrag, während drei gegen stimmten.

Die Insel Sibuyan beherbergt den Mount Guiting-Guiting Natural Park, ein 15.000 Hektar großes, gesetzlich geschütztes Gebiet. Bereits im Jahr 2023 bildeten Anwohner Menschenketten, um den Transport von Nickelerzproben durch LKWs des Unternehmens zu verhindern. DENR eine einstweilige Verfügung erlassen, die bis heute Bestand hat. Sollte die Machbarkeit des Projekts offiziell bestätigt werden, könnte das Unternehmen im nächsten Schritt Verträge für den kommerziellen Bergbau beantragen.

Quellen