Westphilippinisches Meer ist entscheidend für Ernährung und Energie der Nation
Das Westphilippinische Meer ist weit mehr als nur eine territoriale Angelegenheit, da es die Ernährungssicherheit, die Energieversorgung, die Wirtschaft und die Zukunft jedes Filipinos direkt beeinflusst. Dies erklärte Oberst Francel Margareth Padilla, Sprecherin der Streitkräfte der Philippinen (AFP), während einer Informationsveranstaltung zur Souveränität des Westphilippinischen Meeres.
Die Veranstaltung, die unter dem Namen IPEYAS Knowledge Sharing Session lief, wurde vom Innenministerium der Region Cordillera (DILG-Cordillera) organisiert. Padilla appellierte an die Bevölkerung, die Verantwortung für den Schutz der nationalen Souveränitätsrechte gemeinsam zu tragen. Sie verwies dabei auf die Haltung des Verteidigungsministers, wonach die Filipinos das Thema Westphilippinisches Meer aktiv annehmen müssten, da sie letztlich selbst für dieses Anliegen kämpfen werden.
In Bezug auf die Ernährungssicherheit betonte die Sprecherin, dass etwa 90 Prozent der landesweiten Galunggong-Fischbestände aus dem Westphilippinischen Meer stammen. Ein ungehinderter Zugang zu den Fischgründen sei daher essenziell, da Einschränkungen für die Fischer unmittelbar zu höheren Fischpreisen auf den lokalen Märkten führen würden.
Auch für die Energieversorgung sei das Gebiet von zentraler Bedeutung. Padilla verwies auf das Potenzial für Öl- und Erdgasvorkommen im Reed Bank. Diese Ressourcen könnten theoretisch das Stromnetz von Visayas und Mindanao für mindestens 20 Jahre versorgen. Eine Erschließung dieser Vorkommen könnte die Abhängigkeit von Importen verringern und die Bevölkerung vor globalen Ölpreisschwankungen schützen.
Darüber hinaus spielt das Gebiet eine Schlüsselrolle für das Wirtschaftswachstum, da es eine der meistbefahrenen Handelsrouten der Welt darstellt. Etwa 21 Prozent des weltweiten Handels verlaufen durch das Südchinesische Meer, einschließlich des Westphilippinischen Meeres. Die Sicherstellung der Freiheit der Schifffahrt sei somit nicht nur für die Philippinen, sondern für viele Handelspartner von Bedeutung. Padilla merkte an, dass geopolitische Spannungen gelöst werden müssen, um eine florierende Wirtschaft zu ermöglichen.
Die Reaktion der Streitkräfte gehe mittlerweile über konventionelle militärische Operationen hinaus. Angesichts sich entwickelnder geopolitischer Herausforderungen verstärke die AFP ihre Kapazitäten in den Bereichen Cyber-Sicherheit, Information und kognitive Domänen. Sie zitierte zudem den Präsidenten, der das Westphilippinische Meer als Ort sowohl für Risiken als auch für Chancen bezeichnet habe. Dies sei eine Gelegenheit für das Land, als Nation zusammenzuwachsen und Allianzen mit gleichgesinnten Staaten zu stärken.
Die Philippinen würden ihre Souveränitätsrechte friedlich und im Einklang mit dem internationalen Recht behaupten, UNCLOS. Abschließend rief Padilla die Filipinos, einschließlich der Arbeitsmigranten im Ausland und der Nutzer sozialer Medien, dazu auf, faktenbasierte Informationen über das Gebiet zu verbreiten, um die nationale Einheit und die Interessen des Landes zu wahren.