Wirtschaft: Lanao del Norte

Vorschlag zur Senkung der Stromkosten stößt auf Zustimmung bei Verbrauchern

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) am 27. Juli 2026 vorgeschlagen, die Systemverlustgebühren von den monatlichen Stromrechnungen zu streichen. Damit möchte die Regierung verhindern, dass technische Verluste und Stromdiebstahl als Kostenfaktor auf private Haushalte und Unternehmen abgewälzt werden.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Der Vorschlag sieht zudem vor, die derzeit auf diese Systemverlustgebühren erhobene Mehrwertsteuer von 12 Prozent zu entfernen. Ziel ist es, den Verbrauchern angesichts der hohen Stromkosten eine sofortige finanzielle Entlastung zu verschaffen. Marcos appellierte an den Kongress, das Gesetz zur Reform der Stromindustrie (Electric Power Industry Reform Act, EPIRA) entsprechend zu ändern.

In der Region Lanao del Norte wurde die Initiative positiv aufgenommen. Ronnie Bomendiano, ein Besitzer eines kleinen Ladens und ehemaliger Gastarbeiter in Saudi-Arabien, der beim Lanao del Norte Electric Cooperative Inc. Kunde ist, erklärte, dass eine Senkung der Kosten eine erhebliche Entlastung der wirtschaftlichen Situation der Verbraucher bedeuten würde. Er schätzt seine monatliche Stromrechnung auf etwa 3.500 Pesos und sieht in möglichen Einsparungen einen wichtigen Beitrag zur Haushaltskasse.

Auch politische Vertreter äußerten sich dazu. Marlene Young, Ratsmitglied in Iligan City und Vorsitzende des Energierausschusses des Stadtrats, bezeichnete die Pläne als erfrischend, mahnte jedoch an, die Umsetzung abzuwarten. Der Bürgermeister von Iligan City, Frederick W. Siao, betonte, dass Strom eine lebensnotwendige Dienstleistung und kein Luxusgut sei. Er forderte Transparenz und Gerechtigkeit bei der Preisgestaltung und regte an, dass der Kongress prüfen müsse, ob technische Ineffizienzen weiterhin auf die Bürger umgelegt werden dürfen.

Ergänzend dazu forderte Rommel Arnado, der Vizebürgermeister von Kauswagan, dass neben den Systemverlusten auch andere Kostenpunkte gesenkt werden müssten. Dazu gehören die Übertragungsgebühren der National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) sowie sogenannte Standby-Kosten für ergänzende Strombargen, die unter die sogenannten Hilfsleistungen (ancillary services) zur Netzstabilität fallen. Diese Gebühren unterliegen der Regulierung durch die ERC.