Sicherheit – Metro Manila
Vorfall in Pasay City: Journalisten fordern Schutz der Pressefreiheit
Während einer Demonstration in Pasay City am 22. Juli kam es zu einem Zwischenfall, der die Pressefreiheit und die Sicherheit von Medienmitarbeitern in Frage stellt. Der erfahrene Fotojournalist Bullit Marquez von VERA Files und Rene Dilan von der Zeitung The Manila Times beobachteten, wie die Polizei eine muslimische Frau gewaltsam aus der Menge der Demonstranten entfernte.
Die Polizeibeamten versuchten, die Fotografen daran zu hindern, die Szene festzuhalten; ein Beamter deckte sogar eine Kameralinse ab. In dem kurzen Handgemenge fiel Marquez' Kamera zu Boden. Beim Versuch, das Gerät aufzuheben, griff ein Polizist nach seiner Hand, um ihn offenbar festzunehmen. Marquez konnte sich jedoch mit Hilfe anderer Journalisten befreien.
Marquez kritisierte eine spätere Stellungnahme der Polizei in Pasay City, in der er fälschlicherweise als Demonstrant identifiziert wurde, obwohl er seinen Presseausweis trug und Kameras bei sich führte. Die Fotojournalistin Maria Tan von ABS-CBN News Online, die Zeugin des Geschehens war, rief den Beamten zur Ordnung und wies sie darauf hin, dass es sich bei den Betroffenen um Medienvertreter handele, die nicht festgenommen werden dürften.
Marquez, der seit vier Jahrzehnten über die Amtszeiten von sieben philippinischen Präsidenten berichtet hat, warnte davor, dass eine Verwischung der Rollen von Presse und Demonstranten die Funktion der Medien schwäche. Er bezeichnete den Vorfall als deutliches Zeichen für die Notwendigkeit, die Pressefreiheit und die Sicherheit von Medienmitarbeitern zu gewährleisten, insbesondere in Zeiten öffentlicher Unruhen.