Politik: Landesweit

Vizepräsidentin Sara Duterte zeigt sich unwissend über Pax-Silica-Initiative

Während eines Aufenthalts in Den Haag, Niederlande, um ihren Vater, den ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, zu besuchen, ICC auf die Pax-Silica-Initiative angesprochen. Auf die Frage, ob sie etwas über Pax Silica wisse, antwortete Duterte kurz mit „Wala“ (Nichts) und erklärte, sie könne dazu keine Stellungnahme abgeben. Dies geschah am Dienstag, den 28. Juli.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Die Pax-Silica-Koalition wurde im Dezember 2025 von den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen, um dem technologischen Aufstieg Chinas im Fertigungssektor entgegenzuwirken. Die Philippinen traten der Koalition am 17. April bei und sind damit das dreizehnte Mitglied. Ein zentraler Bestandteil der Beteiligung ist die geplante Errichtung eines industriellen Zentrums für Künstliche Intelligenz (KI) auf einem 1.618 Hektar großen Gelände in New Clark City, Tarlac. Laut der US-Botschaft planen die Philippinen und die USA eine gemeinsame Verwaltung für die Entwicklung dieses Hubs.

Das Vorhaben stößt jedoch auf erhebliche Kritik in der Zivilgesellschaft. Organisationen wie Bagong Alyansang Makabayan fordern ein Ende der Teilnahme an der Initiative und bezeichnen das Programm als „Kriegsproduktion, getarnt als Entwicklung“. Zu den befürchteten negativen Folgen gehören die Wasserunsicherheit durch den hohen Kühlwasserbedarf der Systeme, die mögliche Verdrängung indigener Völker sowie landwirtschaftlicher Dörfer und ein massiver Energieverbrauch in den betroffenen Regionen. Auch die Energieministerin Sharon Garin äußerte Bedenken, da der enorme Strombedarf des KI-Zentrums das Stromnetz auf Luzon gefährden könnte.

In der politischen Debatte nehmen die Positionen der Regierungsspitze und der Opposition unterschiedliche Formen an. Während Präsident Ferdinand Marcos Jr. in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) am 27. Juli das Potenzial der Initiative betonte, die Wirtschaft zu revitalisieren und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, fordern Abgeordnete wie Perci Cendaña, Chel Diokno und Dadah Kiram Ismula eine parlamentarische Untersuchung der Initiative. Eine entsprechende Resolution wurde bereits im Repräsentantenhaus eingereicht.