Politik: Landesweit

Vizepräsidentin Sara Duterte kritisiert philippinischen Journalismus

In einem Interview in Den Haag kritisierte die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte den Zustand des Journalismus in ihrem Heimatland scharf. Sie erklärte, dass die Qualität der lokalen Medien nicht den internationalen Standards entspreche und äußerte die Sorge, dass der nationale Fortschritt behindert werde, wenn die Berichterstattung auf diese Weise funktioniere.

Vice President Sara Duterte
Quelle: Google

Ihre Äußerungen fielen während eines Besuchs in den Niederlanden, wo sie ihren Vater, den ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, besuchte. Duterte reagierte damit auf Vorwürfe, dass Teile ihrer Aussagen aus dem Kontext gerissen worden seien, um sie und ihre Familie negativ darzustellen.

Ein zentraler Kritikpunkt der Vizepräsidentin war die Vermutung, dass finanzielle Interessen die journalistische Arbeit beeinflussen. Sie betonte, dass ein Fokus auf Geld statt auf Werte keinen positiven gesellschaftlichen Wandel bewirken könne. Zudem kritisierte sie eine allgemeine Veränderung der Werte in der philippinischen Gesellschaft und merkte an, dass viele Menschen Geld über moralische Grundsätze stellten. Stattdessen sollten Werte wie Disziplin, Widerstandsfähigkeit und das Gemeinschaftsprinzip des Bayanihan die Menschen leiten.

Als Gegenpol zum traditionellen Journalismus hob sie die Rolle der sozialen Medien hervor. Diese böten den Menschen die Möglichkeit, Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die tatsächlichen Zeugnisse sowie Aussagen der Bevölkerung direkt nachvollziehen zu können.