Vizepräsidentin Duterte verteidigt umstrittene Äußerung zu Schießaufträgen
EditEine umstrittene Aussage während einer Rede vor Unterstützern in Den Haag hat für Kontroversen gesorgt. Die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte hatte behauptet, man könne für 5.000 Pesos einen Schützen anheuern, um die mutmaßliche Geliebte ihres Ehemannes zu töten. Kurze Videoclips dieser Passage verbreiteten sich daraufhin massiv in den sozialen Medien.
Der Anlass für die umstrittene Aussage war eine Rede, die sie am 29. Juli vor dem Gebäude des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in den Niederlanden hielt. Dort versammelten sich Anhänger, während der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte im Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit festgehalten wird.
Die Vizepräsidentin hat sich in zwei Stellungnahmen vom 30. Juli zu ihrer Aussage geäußert und den Vorwurf zurückgewiesen, ihre Äußerungen seien gezielt manipuliert worden. Sie betonte, dass ihre Worte dazu dienten, die zunehmende Gewalt durch Schusswaffen auf den Philippinen zu verdeutlichen. Laut Duterte seien Schießereien, Morde, Entführungen und sexuelle Gewalt zu einem alarmierenden Alltag geworden, der die Bevölkerung verunsichere.
Duterte kritisierte zudem gezielt das Medienunternehmen Abante und warf der Redaktion vor, ein absichtlich zusammengeschnittenes und irreführendes Video ihrer Rede veröffentlicht zu haben, um durch Sensationslust öffentliches Entsetzen und Online-Interaktionen zu erzeugen. Sie forderte die Medien auf, journalistische Integrität und Fairness zu wahren, anstatt Fakten aus dem Kontext zu reißen. Die Sicherheit der Filipinos müsse eine nationale Priorität sein und dürfe nicht hinter Debatten über einzelne Schlagzeilen zurückstehen.




