Wirtschaft: Landesweit

Verzögerte Genehmigungen bremsen Modernisierung des Stromnetzes aus

Die Vereinigung der ländlichen Elektrizitätsgenossenschaften der Philippinen (PHILRECA) hat die Energieregulierungsbehörde ERC aufgefordert, die Prüfung von Investitionsanträgen zu beschleunigen. Laut PHILRECA blockieren langwierige regulatorische Prozesse notwendige Investitionen in die Modernisierung der Stromverteilungssysteme.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

In einer Stellungnahme nach der Rede des Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. SONA legte der Verband offen, dass 107 Anträge für Investitionsausgaben (CapEx) von insgesamt 62 Elektrizitätsgenossenschaften noch immer geprüft werden. Diese Anträge wurden im Zeitraum zwischen 2011 und 2023 eingereicht. Die geplanten Projekte umfassen unter anderem den Bau neuer Umspannwerke sowie den Ausbau moderner Messinfrastrukturen.

Ohne die offizielle Genehmigung der ERC ist es den Genossenschaften rechtlich untersagt, ihre Kapitalmittel für Modernisierungsmaßnahmen einzusetzen. Ein Verstoß würde schwere Strafen nach sich ziehen, was die ohnehin begrenzten Cashflows der Unternehmen weiter belasten würde, so PHILRECA. Der Verband wies darauf{}{ darauf hin, dass Elektrizitätsgenossenschaften einer strengeren regulatorischen Aufsicht unterliegen als privat geführte Versorgungsunternehmen.

Zusätzlich zu den bürokratischen Hürden kämpft der Sektor mit finanziellen Problemen. Eine gemeinsame Studie mit der National League of Electric Cooperatives Finance Managers of the Philippines (NLECFIMAP) ergab, dass die Genossenschaften zwischen März und Mai 2026 über 71 Millionen PHP an nicht erstatteten Ansprüchen aus dem staatlichen Subventionsprogramm für lebensnotwendige Stromversorgung (Uniform National Lifeline Subsidy Program) angehäuft haben.

Weitere finanzielle Belastungen entstehen durch steigende Übertragungsgebühren, WESM und eine geringere Zahlungseffizienz infolge staatlicher Anweisungen, Stromanschlüsse nicht zu kappen. PHILRECA fordert daher von der ERC und dem DOE verbindliche Fristen für die Bearbeitung von Anträgen sowie eine schnellere Auszahlung validierter Subventionen. Zudem wird der Kongress aufgefordert, Stromverkäufe von der 12-prozentigen Mehrwertsteuer zu befreien und Strafzahlungen für finanzschwache Genossenschaften zu erlassen.