Verteidigungsabkommen: Philippinen und Großbritannien verhandeln über Truppenzugang
EditDie Verteidigungsbehörden der Philippinen und Großbritanniens haben in Manila mit den ersten offiziellen Verhandlungen über ein Abkommen zum Truppenzugang begonnen.
Das geplante Abkommen würde es den Streitkräften beider Länder ermöglichen, zeitweise auf dem jeweiligen Staatsgebiet zu trainieren und dort Einsätze durchzuführen.
Nach Angaben der philippinischen Regierung sollen die Vereinbarungen unter anderem gemeinsame Übungen, Ausbildungsprogramme sowie Einsätze bei humanitären Hilfsleistungen und Katastrophenhilfe regeln.
Falls das Abkommen finalisiert wird, wäre das Vereinigte Königreich das vierte NATO-Mitglied, das eine solche Vereinbarung mit den Philippinen schließt.
Salvador Melchon Mison Jnr, der stellvertretende Verteidigungsstaatssekretär für Beschaffung und Ressourcenmanagement, bezeichnete das Vereinigte Königreich in einer Erklärung als gleichgesinnten Partner.
Er betonte die Unterstützung bei der Wahrung der regelbasierten internationalen Ordnung und der Sicherung der Freiheiten, wie sie im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982 festgelegt sind.
Die Gespräche gehen auf einen Vorschlag des damaligen britischen Verteidigungsministers John Healey zurück, der sich im vergangenen Jahr per Brief an den philippinischen Verteidigungsminister Gilberto Teodoro gewandt hatte.
Analysten sehen in dem Vorhaben eine Möglichkeit für Manila, die Beziehungen zu NATO-Mitgliedern zu vertiefen und die Abhängigkeit von der US-amerikanischen Sicherheit zu verringern.
Ziel ist es zudem, europäische Partner einzubinden, um den freien Handelsfluss im Südchinesischen Meer und den angrenzenden Gewässern zu schützen.



