Verteidigung von Sara Duterte verzichtet auf Kreuzverhör zu Bankabhebungen
EditIm laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat das Verteidigungsteam am Mittwoch, den 29. Juli, weitgehend auf ein Kreuzverhör von Zeugen der Land Bank of the Philippines (Landbank) verzichtet. Der Fokus der Anklage liegt dabei auf dem ersten Artikel des Amtsenthebungsverfahrens, dem mutmaßlichen Missbrauch von Geheimgeldern durch die Büros der Vizepräsidentin.
Gegenstand der Anhörung waren unter OVP in Höhe DepEd in Höhe von 37,5 Millionen Pesos aus der Landbank-Filiale innerhalb des DepEd-Geländes. Die Zeuginnen Violeta Constantino, ehemalige Filialleiterin des Shaw-Boulevard-Standorts, und Nenita Camposano, ehemalige Filialleiterin der DepEd-Filiale, hatten die Transaktionen als „ungewöhnlich“, jedoch nicht als „verdächtig“ eingestuft.
Michael Poa, Sprecher und Rechtsbeistand der Verteidigung, erklärte gegenüber der Presse, dass er das Kreuzverhör der Zeuginnen nicht für notwendig erachtet habe. Die Bezeichnung der Transaktionen als „ungewöhnlich“ sei lediglich eine persönliche Meinung der Bankmanagerinnen und habe keinen Einfluss auf den Fall. Er betonte, dass die Gültigkeit der Einlösungen nicht infrage gestellt werde und man das Verfahren nicht durch unnötige Fragen unnötig in die Länge ziehen wolle.
Einzig bei der Zeugin Camposano stellte die Verteidigung eine Frage zu der Aussage, dass der ehemalige Sonderdisbursbeamte des Bildungsministeriums, Edward Fajarda, die drei Schecks über 37,5 Millionen Pesos eingelöst und die Filiale anschließend durch den Notausgang verlassen habe. Poa versuchte hierbei zu klären, dass die Nutzung des Notausgangs lediglich auf die Nähe zum DepEd-Gebäude zurückzuführen sei, um etwaige negative Konnotationen zu vermeiden.
Zudem kam es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung bezüglich der Eröffnungsrede der Staatsanwältin Leila de Lima. Poa erhob Einspruch gegen ihre Ausführungen zum Thema der Geheimgelder, da diese seiner Ansicht nach bereits vorab Schlussfolgerungen über Tatsachen und rechtliche Bewertungen enthielten, anstatt lediglich Vorwürfe zu präsentieren. Aufgrund der wiederholten Einsprüche verkürzte de Lima ihre Rede.



