Verteidigung von Sara Duterte bezeichnet NBI-Direktor als bloßen Zeugen für Gerüchte
Im achten Tag des Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat das Verteidigungsteam die Glaubwürdigkeit des Direktors des National Bureau of Investigation (NBI), Melvin Matibag, massiv infrage gestellt.
Der Grund dafür liegt in den Aussagen Matibags zu den Ermittlungen der Behörde, die lediglich als Hörensagen einzustufen seien, da ihm das persönliche Wissen über die vorangegangenen Untersuchungen fehle. Matibag wurde von der Anklage des Repräsentantenhauses als letzter Zeuge für den vierten Artikel der Anklageschrift geladen, der sich mit den mutmaßlichen schweren Drohungen und einem Attentatsplan der Vizepräsidentin gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., First Lady Liza Araneta-Marcos sowie den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, befasst.
Während des Kreuzverhörs stellte der Verteidiger Mark Vinluan fest, dass Matibag keine persönlichen Kenntnisse über die Details der NBI-Ermittlungen besitze, wie etwa die Ausstellung von Vorladungen gegen die Vizepräsidentin oder die Journalisten Bonz Magsambol und Red Mendoza. Matibag räumte ein, dass er seine Position erst im vergangenen Februar angetreten habe und seine Antworten daher auf bestehenden NBI-Unterlagen basierten.
Der Verteidiger Vinluan nutzte die Gelegenheit, um den Begriff des Hörensagens im Kontext der Aussage zu hinterfragen und bezeichnete die Informationen ohne persönliche Kenntnis des Direktors im übertragenen Sinne als bloße Gerüchte. Auch der Anwalt Michael Poa betonte in einer separaten Stellungnahme, dass die Aussagen zur ersten Phase der NBI-Untersuchung rechtlich als Hörensagen zu werten seien, da Matibag selbst nicht an diesen Ermittlungsschritten beteiligt gewesen sei.
Quellen
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